Lizenzinhaber und Sysop ist Hans, DL7GAI. Weitere
Sysops sind Armin, DG9GAA und Thomas, DL3SBB.
Die Idee fuer die Errichtung eines weiteren Digipeaters
in Konstanz wurde auf einer Wanderung im Herbst 1995 geboren.
Gruende dafuer waren u.a., dass TCP/IP-Aktivtitaet auf dem bereits
existierenden Digipeater unerwuenscht ist. Einen reinen 9k6-Userzugang
gab es derzeit nur in St. Gallen (HB9KNB-7). Andere, verfuegbare
Zugaenge (z.B. HB9AK) werden als Dual-Speed-Zugang betrieben.
So wurde ein Digipeater geplant, der folgende Zwecke
erfuellen soll:
1. TCP/IP-Server fuer den lokalen Bereich
2. reiner 9k6-User-Zugang
3. Kleinzellendigipeater, d.h. Versorgungsgebiet
soll Konstanz und die naehere Umgebung sein
Als Linkpartner konnte die Betreibergruppe OE9 gewonnen werden. Die Anbindung
erfolgt ueber die Gieskanne (s. OE9XPR)
bei OE9XPR. Noch im November 1995 konnte
ein geeigneter Standort gefunden werden. Ein kommerzielles 70 cm
Betriebsfunkgeraet, Baujahr 1976 (SEL SEM57) wurde uns von der Firma
Schmidt Funktechnik, D-73037 Goeppingen gespendet.
Da primaeres Ziel die Errichtung eines TCP/IP-Servers
ist, ist ein PC unbedingt notwendig. Gleichzeitig ist ein PC auch
eine einfache Hardwarebasis fuer einen Digipeater. Wir verwenden
derzeit einen PC mit 486SLC-Prozessor (33 MHz), 4MB RAM und ca.
120 MB HD. In diesen ist eine USCC4-Karte (Baycom-Team) mit 2
Modems nach DF9IC eingesetzt.
Der Lizenzantrag wurde am 27. Januar 1996 gestellt.
Geplant war, dass DBØADK im ISM-Bereich Betrieb macht - dies wurde
jedoch leider nicht befuerwortet. So musste eine Ausweich-Frequenz
gesucht werden. Da der Antrag auf einem Sysoptreffen gestellt wurde,
konnte auch schnell eine Ersatzfrequenz gefunden werden.
Bereits Mitte Januar 1996 fand erster, bemannter
Testbetrieb mit der TCP/IP-Software JNOS statt. Dabei zeigte sich,
dass das Programm als Router und reine User-Oberflaeche nicht
die von Flexnet gewohnte Funktionalitaet bietet. Ende Januar wurde
JNOS durch PC/Flexnet 3.3e als Frontend ersetzt. Damit war die
gewuenschte Benutzerfreundlichkeit wieder erreicht. Der Link zu
OE9XPR funktionierte problemlos.
Der 1k2-Userzugang lag im ISM-Bereich.
Als User-Funkgeraet wurde ein einfaches 70cm-Handy verwendet.
Ende Februar wurde der Testbetrieb am vorgesehenen Standort wieder
eingestellt.
Zwischenzeitlich wurde das 70cm Betriebs-Funkgeraet
auf die beantragte Zugangsfrequenz umgebaut und 9k6-faehig gemacht.
Es hat <1 W Ausgangsleistung. DBØADK arbeitet mit ca. 1 W ERP.
JNOS und PC/Flexnet wurden so eingerichtet, dass
beide Programme miteinander arbeiten, d.h. DBØADK ist nach aussen
hin ein PC/Flexnet-System. Zusaetzlich laeuft als Applikation
die TCP/IP-Software JNOS (DBØADK-11). Sie haelt ueber PC/Flexnet
die Verbindung mit der "Aussenwelt". Beide Programme
kommunizieren ueber einen seriellen KISS-Link. Betriebsystem ist
MS-DOS.
Am 23. Mai 1996 wurde die Lizenzurkunde fuer DBØADK
ausgestellt.
Leider wurde der Digistandort Ende Mai wegen Eigenbedarf
ueberraschend gekuendigt. Wir mussten uns daher kurzfristig nach
einem neuen Standort umsehen. Diesen fanden wir erfreulich schnell
im Stadtzentrum von Konstanz. Es ist der Schlauchturm der Freiwilligen
Feuerwehr Konstanz.
Am 27. Juni wurde DBØADK dort errichtet. Auf dem
Dach konnte an einen bereits bestehenden Mast eine 23cm-Helix-Antenne
fuer den Interlink und ein 70/23cm-Rundstahler fuer den Userzugang
montiert werden.
Bei Einsatz einer Langyagiantenne kann es im Sommer
immer wieder zu Linkausfaellen kommen, da die Linkstrecke zum
Pfaender fast vollstaendig ueber den Bodensee fuehrt (Polarisationseffekte
ueber der grossen Wasserflaeche). Durch die Verwendung einer Helix
kann diesem Effekt entgegengewirkt werden. So war im Sommer auch
kein Linkabriss feststellbar.
Leider gibt es im Einzugsbereich von DBØADK bisher
noch relativ wenig User mit 9k6-faehigen Anlagen. Empfangsberichte
liegen bisher aus der naeheren Stadtgebiet vor. Fuer entfernter
liegende Stadtteile reicht die Sendeleistung nicht aus. OMs in
exponierter Lage koennen DBØADK auch aus ca. 30 km Entfernung
arbeiten - jedoch sind hier bereits Beeintraechtigungen durch
andere Digipeater zu beobachten.
Im Kurzueberblick:
Alternativer Digi Konstanz DBØADK JN47OQ
Verantwortlich: DL7GAI
SYSOPs: DL3SBB, DG9GAA und DL7GAI
Userzugang: 430.650 MHz Simplex,
9k6 FSK
PC/FLEXNET Digipeater mit Baycom USCC-Karte (2 mal DF9IC Modems)
486SLC 33 MHZ, 4 MB RAM, 120 MB Platte
Userport: Vertikal-Rundstrahler TSB3603, modifiziertes SEL SEM 57 mit 1 W ERP auf 430.650 MHz
Interlink: 1,4m Helix, Linktrx 1, 0.5 W auf 1240.250 MHz (+59 MHz) (A-Digi)
DBØADK-11 ist ein JNOS TCPIP System [44.130.55.50] eingerichtete Dienste: NNTP, SMTP, POP3, FTP, TELNET, FINGER
Spenden: ueber VFBD OV Konstanz, Verwendungszweck: DBØADK
Konto-Nr.: 1592 33-752, BLZ 660 100 75 PostGiro Karlsruhe
falls eine Spendenquittung gewuenscht wird, bitte zuvor mit DL7GAI
in Verbindung setzen.
Thomas Maisl, DL3SBB