Hilfe zur Bedienung

Erster Verbindungsaufbau mit db0bm

Damit ein Benutzer den Server db0bm überhaupt benutzen kann, muß er als erstes zu db0bm eine normale AX.25-Verbindung aufbauen:

c db0bm-8 Baut allererste Verbindung zu db0bm auf.
<CR/LF> Identifiziert Verbindung als AX.25-Verbindung

Hierdurch erfolgt automatisch ein vom Benutzer nicht mehr löschbarer Eintrag mit dem AX.25-Call als Benutzername, z.B. dl9xyz. Gleichzeitig wird ein Home-Verzeichnis
/home/funk/<...>/<Rufzeichen>
erstellt, das dem Benutzer exklusiv zugewiesen wird, z.B.
/home/funk/dl9.../dl9xyz.

Ab sofort sind Telnet-Verbindungen zu db0bm möglich, wenn beim Einloggen als Benutzername das AX.25-Call eingegeben wird.

Für ein ernsthaftes Arbeiten mit db0bm empfiehlt sich die Eingabe eines Passwortes (mindestens 6 Zeichen und nicht nur Gross- oder nur Kleinbuchstaben):

passwd Leitet Eingabe oder Änderung eines Passwortes ein.
(Passwort merken, sonst kein Einloggen mehr möglich!)
logout Baut Verbindung mit db0bm wieder ab.

Verbindungsauf- und Abbau

c db0bm-8 Baut Verbindung für AX.25-Stationen auf.
<CR/LF> Identifiziert AX.25-Verbindung.
<Passwort> Fragt Passwort ab, falls eingegeben.
telnet db0bm.ampr.org Baut Telnet-Verbindung auf.
<Benutzer> Fragt AX.25-Call als Benutzername ab.
<Passwort> Fragt Passwort ab, falls gesetzt.

Nach dem Verbindungsaufbau erfolgt das Einloggen automatisch in das dem Benutzer exklusiv zugewiesene Home-Verzeichnis /home/funk/<...>/<Rufzeichen>.
Bei der nachfolgenden Befehlseingabe ist zu beachten, dass UNIX zwischen Gross- und Kleinbuchstaben unterscheidet.

Nach dem Einloggen bietet db0bm.ampr.org vor allem folgende Möglichkeiten:

Befehl Bedeutung Siehe auch
<...> Erlaubt UNIX-Befehle. UNIX-BEFEHLE
mail Wechselt zur Mailbox. MAILBOX
[w]convers Wechselt zu Convers. CONVERS
<...> Baut weitere Verbindung auf. NAMESERVER/ROUTER
logout Baut Verbindung mit db0bm wieder ab.

UNIX-Befehle

Nach dem Einloggen ermöglicht db0bm die Anwendung einer Vielzahl von UNIX-Befehlen, von denen nachfolgend nur einige wenige aufgeführt sind:

pwd Gibt den Namen des aktuellen Verzeichnisses aus.
ls -l Gibt den Inhalt des Verzeichnisses aus.
cd Wechselt zum Home-Verzeichnis.
cd <dir>|.. Wechselt zu anderem bzw. übergeordneten Verzeichnis.
mkdir <dir> Legt ein Unterverzeichnis an.
rmdir <dir> Löscht ein Unterverzeichnis.
find [<dir>] -name <file> Sucht ab einem Verzeichnis nach einer Datei.
file <file> Versucht den Dateityp einer Datei zu ermitteln.
cat <file> Gibt den Inhalt einer Datei fortlaufend aus.
zcat <file> Gibt den Inhalt einer .gz-Datei fortlaufend aus.
head <file> Gibt den Anfang einer Datei aus.
mv <source> <dest> Verschiebt eine Datei oder benennt sie um.
cp <source> <dest> Kopiert eine Datei.
rm <file> Löscht eine Datei.

Mailbox

Nach dem Einloggen ermöglicht db0bm die Abfrage einer vorhandenen persönlichen Mail (aber nur, wenn wirklich eine Mail vorhanden ist):

mail Wechselt zur Mailbox und gibt eine Liste der Mails aus.
h Gibt eine Liste der Mails aus.
<nr> Liest die angegebene Mail.
d <nr> Markiert die angegebene Mail zum Löschen.
m <Benutzer>[@<Rechner>] Schreibt eine Mail, z.B. an dl9xyz oder dl9xyz@db0xyz (Benutzer bzw. Rechner muss bei db0bm bekannt sein, Punkt als 1. Zeichen einer Zeile beendet Mail).
x Wechselt zum Home-Verzeichnis ohne Mailbox zu ändern.
q Wechselt zum Home-Verzeichnis und verschiebt in die dortige Datei mbox
die gelesenen und nicht zum Löschen markierten Mails der Mailbox.

Ohne vorhandene Mail kann die Mailbox nicht erreicht werden. Das Schreiben und Versenden einer Mail ist aber dennoch möglich:

mail <Benutzer>[@<Rechner>] Schreibt eine Mail, z.B. an dl9xyz oder dl9xyz@db0xyz (Benutzer bzw. Rechner muss bei db0bm bekannt sein, Punkt als 1. Zeichen einer Zeile beendet Mail).

Convers

Nach dem Einloggen ermöglicht db0bm das Einrichten bzw. die Teilnahme an einer Gesprächsrunde mit einzelnen oder mehreren Benutzern.

cstat Gibt verbundene und erreichbare Conversknoten aus.
online Gibt Listen der Convers-Benutzer mit Kanalnummern aus.
convers [-c <n>] Wechselt zu Convers [auf Kanal n].
wconvers [-c <n>] Wechselt zu weltweitem Convers [auf Kanal n].
/H [<command>] Gibt einen Hilfstext aus (ohne Angabe: alle Kommandos).
/L Zeigt Status der Links an.
/D [<Knoten>] Gibt erreichbare Conversknoten [bzw. Route zu Knoten] aus.
/W [*|A] Gibt Benutzer-Liste [nur aktueller Kanal|mit Away-Text] aus.
/W L|Q Gibt ausführliche Benutzer-Liste|Kanalübersicht aus.
/W U <Benutzer> Gibt alle verfügbaren Informationen über Benutzer aus.
/LA <Benutzer> Zeigt letztes Login bzw. Logout von Benutzer an.
/P <text> Setzt persönl. Text (z.B. /P Jupp, Köln).
/A <text> Setzt Away-Text (z.B. /A Mittagessen) für /W A.
/A Setzt Away-Text zurück auf "here".
/C <n> Schaltet (zusätzlich) auf Kanal n.
/LE [<n>] Verlässt den [angegebenen] Kanal.
<text> Sendet Text an gesamten aktuellen Kanal.
/QUE <Benutzer> Sendet alle folgenden Texte nur an Benutzer.
/AL <text> Sendet Text an alle Benutzer auf dem Kanal.
/QUE Sendet alle folgenden Texte wieder an gesamten Kanal.
/M <Benutzer> <text> Sendet Text nur an Benutzer.
/M #<n> <text> Sendet Text an gesamten angegebenen Kanal.
/Q Beendet Convers.

Nameserver (DNS) / Router

Nach dem Einloggen ermöglicht db0bm die Ermittlung der Internet-Adresse und den Aufbau einer Weiterverbindung zu einer anderen Station, sofern diese bei db0bm bekannt ist:

nslookup
Baut eine Verbindung zum Default-Nameserver auf.
<name>|<addr> Sucht für einen Rechnernamen die Adresse oder umgekehrt.
exit Baut die Verbindung zum Nameserver wieder ab.
telnet <Rechner>
Baut eine Telnet-Verbindung zu einem Rechner auf.
<...> Steuert den Rechner mit systemspezifischen Befehlen.
quit|bye|exit Baut Telnet-Verbindung mit systemspezifischem Befehl ab.
ftp <Rechner>
Baut eine FTP-Verbindung zu einem Rechner auf.
user <Benutzer> <Passwort> Identifiziert Benutzer, falls nicht gesondert abgefragt.
pwd Gibt den Namen des aktuellen Verzeichnisses aus.
dir Gibt den Inhalt des Verzeichnisses aus.
cd <dir>|.. Wechselt zu anderem bzw. übergeordneten Verzeichnis.
mkdir <dir> Legt ein Unterverzeichnis an.
rmdir <dir> Löscht ein Unterverzeichnis.
lcd <dir> Wechselt zu anderem lokalen Verzeichnis.
binary|ascii Setzt Datentyp zur Übertragung fast aller Datei-Arten.
ascii ist nur für DOS-Stationen zum Holen von Text-Dateien sinnvoll.
hash Gibt für jeden übertragenen Datenblock ein # aus.
get <file> [<new>] Holt eine Datei und speichert sie bei db0bm ab.
put <file> [<new>] Sendet eine Datei von db0bm zum Fernrechner.
dele <file> Löscht eine Datei.
quit|bye Baut die FTP-Verbindung ab.

Mailserver

TCP/IP-Stationen können über db0bm Mails senden und empfangen, ohne sich von Hand einloggen und dann mit der Mailbox arbeiten zu müssen.

Senden von Mails:

Mails mit dem Mailer der eigenen Station erstellen.

Adressieren an Benutzer bei db0bm: <Benutzer>@db0bm.ampr.org
(Benutzer muss bei db0bm bekannt sein.)
Adressieren an Benutzer bei anderem Rechner: <Benutzer>%<Rechner>@db0bm.ampr.org
(Rechner muss bei db0bm und Benutzer muss bei Rechner bekannt sein.)
Adressieren an Benutzer im AX.25-Netz: <call>%db0lj-1@db0bm.ampr.org
(Call muss bei AX.25-Mailbox DB0LJ bekannt sein.)
Adressieren an Mailbox-Rubrik im AX.25-Netz: <rubrik>%<bbscall>|west|dl|alle%db0lj-1@db0bm.ampr.org

Empfangen von Mails:

Passwort bei db0bm eintragen und den POP-Client der eigenen Station entsprechend konfigurieren.
Nach jedem Einschalten der eigenen Station werden dann alle zwischenzeitlich bei db0bm eingegangenen persönlichen Mails automatisch an die eigene Station übertragen und bei db0bm gelöscht.

Sollen auch Mails aus dem AX.25-Netz automatisch empfangen werden, dann Verbindung zur AX.25-Mailbox DB0LJ aufbaün und eingeben:

mybbs db0lj
tcpset db0bm


FTP-Server

Für die Übertragung von Dateien mittels FTP von und nach db0bm gibt es zwei Möglichkeiten zum Einloggen.

Einloggen in das eigene Home-Verzeichnis
/home/funk/<...>/<Benutzer>
mit vollen Lese- und Schreibrechten:
ftp db0bm.ampr.org Baut FTP-Verbindung zu db0bm auf.
<Benutzer> Fragt AX.25-Call als Benutzername ab.
<Passwort> Fragt Passwort ab.
Einloggen in das Verzeichnis /local/ftp (dargestellt als Verzeichnis /) mit teilweise eingeschränkten Rechten:
ftp db0bm.ampr.org Baut FTP-Verbindung zu db0bm auf.
anonymous Identifiziert Benutzer als Gast.
<Passwort> Fragt eigene Adresse ab, z.B. dl9xyz@db0xyz.

FTP-Befehle nach dem Einloggen:

pwd Gibt den Namen des aktuellen Verzeichnisses aus.
dir Gibt den Inhalt des Verzeichnisses aus.
cd <dir>|.. Wechselt zu anderem bzw. übergeordneten Verzeichnis.
mkdir <dir> Legt ein Unterverzeichnis an.
rmdir <dir> Löscht ein Unterverzeichnis.
lcd <dir> Wechselt zu anderem lokalen Verzeichnis.
binary|ascii Setzt Datentyp zur Übertragung fast aller Datei-Arten.
ascii ist nur für DOS-Stationen zum Holen von Text-Dateien sinnvoll.
hash Gibt für jeden übertragenen Datenblock ein # aus.
get <file> [<new>] Holt eine Datei und speichert sie bei db0bm ab.
put <file> [<new>] Sendet eine Datei von db0bm zum Fernrechner.
dele <file> Löscht eine Datei.
quit|bye Baut die FTP-Verbindung ab.

WWW-Server

http://db0bm.ampr.org/ baut WWW-Verbindung zu db0bm auf.

Die Bedienung des Servers hängt vom eigenen verwendeten WWW-Browser ab.


Timeserver

Die lokale Zeit von db0bm kann abgefragt und auch zum automatischen Setzen der eigenen Systemzeit verwendet werden. Die erzielbare Genauigkeit liegt im Bereich von einigen Sekunden.
Die zum Abfragen und Setzen notwendigen Befehle hängen von der eigenen verwendeten Software ab.


Internet

Im Internet ist db0bm unter dem Namen db0bm.automation.fh-aachen.de bekannt.

Es besteht aber keine Möglichkeit zum Übergang von einem der beiden Netze in das andere.
Lediglich der FTP-Server und der WWW-Server sind vom Internet aus erreichbar. Umgekehrt nutzt db0bm einige spezielle Dienste aus dem Internet.

DB0BM ARBEITET NICHT ALS GATEWAY ZWISCHEN AMPRNET UND INTERNET!