Historie der Mailbox DBØCZ im Brigachtal, JN48FA, Stand 29.9.96

Oktober 1985:

Erste Versuche in Packet Radio im OV A14, rund um Villingen-Schwenningen begannen im Oktober mit einem Original TAPR TNC-2C. Die ersten OMs waren DG3SAJ in Brigachtal, DL1GBM in VS-Villingen, DF2OO in Tennenbronn und DJ3EN in Hinterzarten.

Dezember 1985:

Erster Versuch mit einem IBM PC (Intel 8088, 640KB Speicher, 20MB Platte), unter DOS und mit WA7MBL BBS Software.

Januar 1986:

Die Anzahl der Packet Radio Benutzer in der Gegend nimmt deutlich zu und die Mailbox (DG3SAJ-7) läuft nun rund um die Uhr. Die damals übliche QRG war 144.675 MHz. Als TNC kommt inzwischen ein Nachbau des legendären TAPR TNC-1 zum Einsatz.

1986:

Nachdem klar ist, wie und unter welchen Voraussetzungen Mailboxen in der BRD "offiziell" lizensierbar sind, wird ein entsprechender Antrag gestellt, worauf hin im Januar 1986 die Lizenz zum Betrieb einer Packet Radio Mailbox erteilt wird. Offizielles Rufzeichen DBØCZ. DBØCZ wurde die zweite offizielle Lizenz in der BRD erteilt.

In diesem Jahr ensteht auch der Digipeater DBØHP, auf dem Plettenberg, an den DBØCZ angebunden wird.

1987:

Der Rechner ist inzwischen ein PC AT (Intel 80286, 1MB Speicher, 40 MB Platte). Als BBS Software ist inzwischen die deutsche Entwicklung, DieBox, von DF3AV, verfügbar. DBØCZ ist die erste Mailbox südlich des Mains, die auf DieBox umstellt. Damit können endlich mehr als nur ein Benutzer gleichzeitig auf das BBS zugreifen. Die Programm-Weiterentwicklung geht zügig voran und das ganze System läuft durchweg sehr stabil.

S&F-Partner der ersten Stunden (des stetig wachsenden PR-Netzes) sind DBØGV in Maintal bei Frankfurt, DBØAAA in Tübingen, OE9XPI in Bregenz, DBØSAO in Stuttgart und HB9EAS in Basel

1988:

DieBox ermöglicht inzwischen den Anschluß von mehreren TNCs. Dadurch wird neben dem Benutzerzugang auf 144.675 MHz eine eigene Anbindung an den Digipeater DBØHP auf 433.675 MHz geschaffen. Durch diesen exklusiven und störungsfreien Link wird der Durchsatz im PR Netz dramatisch gesteigert. Später wird dieser Link dann auch noch im Fullduplex Mode genutzt.

Der direkte Benutzerzugang auf 2m wird abgeschafft.

Die Festplattenkapazität wird auf 2 * 40 MB gesteigert.

Die Anzahl der S&F-Partner nimmt stetig zu.

März 1989:

Aufgrund beruflicher Veränderungen (längerer Aufenthalt des Sysops in den USA) muß DBØCZ umziehen. Neuer Standort ist bei DF2OO in Tennenbronn. Lagebedingt wird die Anbindung an DBØHP aber auf eine harte Probe gestellt und bereitet immer wieder diverse Probleme, die des öfteren zu Betriebsunterbrechungen im Netz führen.

Januar 1991:

Durch den Wegzug von DF2OO muß DBØCZ erneut umziehen. Neuer Standort ist bei DK5TB in Deißlingen. Erstmals hat die BBS-Antenne direkte Sicht zum Digipeater und damit optimale Bedingungen.

Im Laufe des Jahres 1991 wird das BBS allerdings von einem schweren Blitzschlag getroffen. Die Reparatur erfordert einige Spendengelder und dauert mehrere Wochen.

Oktober 1992:

Nach Rückkehr des Gründers wird DBØCZ wieder an seinen ursprünglichen Standort im Brigachtal verbracht. Um den Sysop zu entlasten wird das Konzept der Remote- und Rubriken-Sysops eingeführt.

Als Rechner steht inzwischen ein 386er PC-AT (Intel 80386SX-16, 4MB Speicher, 120MB Festplatte) zur Vefügung. Durch den Einsatz eines neuen SCSI-Adapters kann nun auch ein 1/4" Bandlaufwerk zur Datensicherung angeschlossen werden.

Zur Fernsteuerung und Not-Abschaltmöglichkeit wird von DL1GFM eine DTMF-Fernsteuerung eingebaut.

Inzwischen wurde auch der "Amateurfunkförderverein Schwarzwald e.V. (AFV)" von diversen OMs, in und rund um A14, gegründet. DBØCZ wird von nun ab eines der unterstützten Amateurfunk-Projekte.

Als Linkanbindung wird auf der 433.675MHz eine 9k6 Baud Link-Strecke realisiert. Als TNC kommt inzwischen ein TNC-2H zum Einsatz. Die benutzung der (offiziell genemigten) 70cm Frequenz stößt allerdings bei den DARC Funktionären auf Wiederwillen, da das gesamte 70cm band zugunsten ungestörten ATV-Betriebes von PR Mailbox- und Digipeater-Links geräumt werden soll. Eine Verlegung der Link-Frequenz auf 23cm wird daher geplant.

1994:

DBØCZ wird im Januar innerhalb des Ortes an einen neuen, besseren Standort umgezogen.

Durch die bessere Lage konnte der Durchsatz auf der 70cm Linkstrecke zu DBØHP deutlich verbessert werden.

Später steht dann auch der neue Digipeater DBØSBK in Mönchweiler zur Verfügung und der Link von DBØHP wird auf DBØSBK umgestellt.

Der 23cm-Link (Fullduplex) wurde zuerst mit 9k6 Baud in Betrieb genommen. Nach einiger Testzeit wurde auf 19k2 umgsestellt. Dabei stellten wir fest daß das TNC-2H zu wenig Rechenleistung hatte. Das TNC wurde darum noch intern auf 16MHz Takt aufgerüstet, um die Link-Geschwindigkeit von 19k2 Baud auch unterstützen zu können.

Durch den erneut gesteigerten Link-Durchsatz zeigt sich, daß nun das TNC2-H zum Engpass wird (Mailbox mit 27 Ports und 19k2 Fullduplex-Link). Deshalb wird dann auch der TNC-2H durch einen RMNC als Frontend-Netzzugang ersetzt. Dadurch konnte nun nochmals die Linkgeschwindigkeit auf 28k8 Baud erhöht werden. Insgesamt wurde dadurch der Durchsatz und die Stabilität erneut verbessert.
Außerdem ist der RMNC und der Mailbox-Rechner so besser von den Remote-Sysops überwachbar, bzw. steuerbar.

1995:

Als Rechner steht inzwischen ein 486er PC (Intel 80486DX2-66, 8 MB Speicher, 2 * 120MB Platte) zur Verfügung.

Die hohe Linkauslastung (28k8, Fullduplex, mit bis zu 27 BBS-Benutzern) führt nun leider zu gelegentlichen Systemabstürzen. Es scheint aber so, daß die HW durchaus noch ausreichend ist und die Ursachen eher im SW-Bereich zu suchen sind.

April 1996:

Durch die stetig zunehmende Auslastung von DBØCZ, erreicht das System seine Grenzen. Es kommt leider immer häufiger zu immer schwerer wiegenden Systemabstürzen und damit zu Datenverlusten und Betriebsbeinträchtigungen. Bedingt ist dies im Wesentlichen durch das verwendete Betriebssystem DOS. Da die Mailbox Software DieBox weder weiterentwickelt wurde, noch auf einem anderen Betriebssystem als DOS zur Verfügung stand, wurde intensiv Ausschau nach einer besseren Lösung gehalten.

Da als Rechner-Plattform auch weiterhin nur Intel-Maschinen zum Einsatz kommen konnten, kam als Betriebssystem zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur OS/2, Windows NT oder Linux in Betracht. Die Wahl fiel letzen Endes auf Linux und die relativ neue Mailbox Software DPBox, die inzwischen von ATARI TOS auf Linux portiert wurde.

Die Umstellung verlief problemlos und der Durchsatz konnte bei gleicher Hardware erheblich gesteigert werden.

September 1996:

Inzwischen steht ein neuer Pentium-Rechner zur Verfügung (Intel Pentium-133, 16MB Speicher, 2 * 1GB Platte). Der Durchsatz steigt immer noch kontinuierlich an. Derzeit liegt er bei etwa 700 MB pro Monat.

Die Anzahl der S&F-Partner liegt inzwischen bei 17. Es handelt sich um DBØGE, DBØKFB, DBØAAA, DBØFRB, DBØGV, DBØKCP, DBØLX, F6KFG, HB9EAS, HB9PD, HB9W, OE9XPI, HB9AJ, DBØLJ, DBØULM, DBØMFG und DBØVS. Die Anzahl der übertragenen Rubriken ist dabei je nach S&F-Partner ganz unterschiedlich.

Die Anzahl der Benutzer, die DBØCZ als MyBBS angemeldet haben liegt bei über 500. Das bedeutet, daß DBØCZ innerhalb Europas das 5. größte BBS ist, geht man nach der Anzahl der MyBBS-Einträge.

Das Spendenkonto

AFV e.V., Postgiro Karlsruhe, BLZ 660 10075, Kontonummer 2732 12-754

Der Infotext

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* Info ueber  DB0CZ / Erbaut  6.4.95 *   (last Update: 12.04.97)
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Standort:  78086 Brigachtal/Klengen, Loc.: JN48FA auf 640m ue.N.N.
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Links:
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Port  Call   QTH     Standort     QRB   Baud   QRG    Bemerkung
  1   DB0SBK JN48EC  Moenchweiler 11km  28k8d  23cm   ok
  2   DB0CZ  JN48FA  Brigachtal    20m 115k2d  Kabel  RS422<->RS232
  3   DB0VS  JN48DA  Voerenbach   12km  28k8d  23cm   ok
  5   WWW    JN48FA  Brigachtal    20m 115k2d  Kabel  RS422<->RS232
  6   SYSOP2 JN48FA  Brigachtal          9k6          Notport
  7   USER70 JN48EC  Brigachtal      -   1k2   70cm   Test-User-Zugang 430.600
  8   USER70 JN48EC  Brigachtal      -   9k6   70cm   Test-User-Zugang 430.600

Technik:
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RMNC     : 1 Solomaster (HB9ATU)
           3 RMNC3-Karten
           3 RMNC-Karte (HB9ATU)
           2 RMNC2-Karte mit RS422/AFSK, alle mit 12MHz und 64kB RAM.
           Multi-Funktionskarte nach DG2GGP (BUS-Monitor,Ueberwachung
           von Ub/Temperatur/S-Werte).
           RS422 - Schnittstelle zum PC.

HF 23cm  : LinkTRX IIIa nach DF9IC mit 0.5 Watt, Yagi nach DJ8BF
           LinkTRX IIIb

Power    : Schaltnetzteil mit + 5V/6A, 2x +15V/0.85A
           Schaltnetzteil mit +12V/6A

Verantwortliche OPs:
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SysOp    : Fuer DB0CZ -> DG3SAJ

Hardware : DG2GGP, Gerd Tel.-QRL: 07721/67-3119 (8-15 Uhr)   sonst 145.325
           DL1GFM, Markus Tel.  : 07721/54061   (17-21 Uhr)         - " -
           DL2GRD, Dirk Tel.    : 07721/25949 (wochent.17-21 Uhr)   - " -

Finanzierung:
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Durch Spenden an den Amateurfunk-Foerderverein Schwarzwald-Baar e.V. (AFV).
Infos zum AFV e.V. und den Spendenmoeglichkeiten stehen in DB0CZ (Rubrik AFV),
oder koennen mit Michael (DL1GBM), Tel.: 07721/1495, besprochen werden.

Fuer Spenden ab 100 DM werden vom AFV e.V. Spendenbescheinigungen
ausgestellt.

Zustaendig:  Mailbox: C DB0CZ  *  DX-Cluster: C HB9W-8  *  DVMS: DB0VS-11
----------

Die Portliste des Knotens

po id td qso usr tifr rifr tkby rkby qty   mode       links  ssids    time
 1 --  0  21   1 1542  348  299   22  80  28800pt!    DB0SBK  0-15     2/2    
 2  2  0  18   1  211 1246    8  246 100 115200cd!    DB0CZ   0-0      2      @
 3 --  0   2   1  186  326   19   55  99  28800ptrz!  DB0VS   0-15     2/1    
 5  5  0   0   0    0    0    0    0   0 115200cd!    DB0CZ-11                
 6 -- 20   0   3    0    0    0    0   0   9600t!     SYSOP                   
 7  7 20   1   1    0    0    0    0 100   1200smu!   USER12                  
 8  8 20   0   0    0    0    0    0 100   9600smutrz!USER96                  
vy 73 Hans-Jürgen DG3SAJ @ DB0CZ (Sysop)