Die Bilder vom Digi:
Die Nachbarn:
po id td qso usr tifr rifr tkby rkby qty mode links ssids time
1 0 4 8 2 26 35 1 1 93 19200mut!
3 10 2 1 1 34 0 4 0 100 19200ut!
4 -- 6 34 1 1202 1280 124 161 90 19200t! DB0BM 0-8 23/18
5 -- 6 1 0 0 0 0 0 0 9600t! DB0RPF 0-15 ---
6 -- 4 58 2 1614 1330 188 143 90 19200mt! DB0END 0-9 (---)
6 DB0WST 0-12 29/58
6 DB0RWI 0-8 17/40
7 -- 6 3 1 238 218 49 15 95 9600t! DB0QS 0-0 20 @
8 -- 2 0 0 0 0 0 0 0 76800t!
15 -- 1 15 1 389 587 65 97 99 76800cd! DB0IZ 0-10 3/3
Der Aktuell-Text:
Der Info-Text:
Digipeater/Mailbox Solingen - DB0ME/DB0IZ
-----------------------------------------
Standort:
Solingen-Stadtmitte, Turmzentrum, Koelner Str. 99, 42651 Solingen, JO31ME
51 10 22.2 Grad Breite
7 04 57.3 Grad Laenge
288m nn
Betreiber: DARC-OV Solingen, R14
Verantwortliche/Sysops: DL1EBQ (DB0ME), DL6EE (DB0IZ)
Benutzerfrequenzen/Status:
430.775 DB0IZ-9 9k6 sim, Empfindlichkeit reduziert, QRM durch Quix u. Telmi
438.100 DB0ME 19k2 sim, """"""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""""
1241.2 DB0ME-10 19k2 semidup/dup (auf Wunsch 28k8 u. 38k4, 76k8 im Aufbau)
70cm-9k6:
Normaler Betrieb mit 'G3RUH-FSK'.
70cm-19k2:
Betrieb mit 'G3RUH-FSK' aber reduziertem Frequenzhub und schmaler
ZF-Bandbreite.
Bitte keinesfalls mehr als 3 KHz Hub einstellen, moeglichst weniger, falls
der Digi auch dann noch sicher erreicht wird und dafuer sorgen, dass nicht
u.U. durch Uebersprechen im Modem Digitalsignalanteile fuer eine erhoehte
Sendebandbreite sorgen!
Der Zugang laeuft nur solange mit 19k2, bis Stoerungen der Nachbarfrequenzen
auftreten, gleichgueltig ob von den Benutzern oder dem Digi ausgeloest!
Hinweise zum Umbau von Transceivern und Modems finden sich in der Mailbox,
(C < DL1EBQ).
70cm 9k6 u. 19k2:
Wir bitten ausdruecklich darum, nur geeignete Technik zu verwenden!
PLL-modulierte Transceiver, gleichgueltig ob nachtraeglich fuer 9k6
modifziert oder vom Hersteller als '9k6-tauglich' beworben, sollen
nicht verwendet werden, sie sind nicht fuer FSK geeignet.
Transceiver mit Umschaltzeiten ueber etwa 30msec. sind ebenfalls nicht
wirklich 9k6-geeignet und sollen auch nicht verwendet werden.
23cm >= 19k2:
Der 23cm-Einstieg laeuft vorerst nur mit 19k2.
Sobald die Technik verfuegbar ist, wird wie geplant auf 76k8
umgestellt, ein Transceiver dafuer wird gerade aufgebaut.
Fuer Tests kann jederzeit auf 28k8 und 38k4 umgestellt werden, bitte Info
falls gewuenscht.
Bitte beachten, dass fuer die Benutzer vollduplex-faehige Geraete
erforderlich sind.
Fuer Reichweitentests, Geraeteabgleich und Antennenausrichtung ist der
Sender dauernd unmoduliert getastet.
Stationen auf diesem Port werden mit SSID -10 oder, falls sie dort bereits
qrv waren, automatisch geroutet.
Links/Status:
Drahtverbindung Link DB0IZ-9 76k8 dup, FALCon-Rechner, von dort
per Draht 38k4 zum Mailbox-PC
1240.300tx/1299.300rx Link DB0RPF 9k6 sdup (Digi n.n. qrv)
1240.450tx/1299.450rx Link DL0WST 19k2 sdup/echo/DAMA
1240.450tx/1299.450rx Link DB0RWI 19k2 sdup/echo/DAMA
1240.450tx/1299.450rx Link DB0END 19k2 sdup/echo/DAMA
1240.650tx/1299.650rx Link DB0QS 9k6 sdup (TRX bei QS in Rep.)
1240.900tx/1299.900rx Link DB0BM 19k2 sdup
5823tx/5683rx Link DB0RWI 76k8 sdup (n.n. qrv)
Rechner:
PC486/50 1GB-Festplatte
FALCon-25
RMNC Solomaster, 9-FSK-Slaves, 1-RS232-Slave, 12 MHz
Der FALCon wird fr den 70cm-9k6-Einstieg und die Verbindung zum Mailbox-
Rechner gebraucht, eine 76k8-Drahtverbindung besteht zur RS232-Karte
des RMNC.
Der RMNC versorgt den 70cm-19k2- und den 23cm-Zugang, sowie die HF-Links.
TRX:
70cm: 2* Bosch KF451 (438.100 u. 430.775), Vorverstaerker nicht
in Betrieb wegen QRM durch Quix und Telmi
23cm-Links: 4* Link-TRX 1, 3* 20W-PA
23cm-Einstieg: Link-TRX 3, 20W-PA
6cm-Link: Link-TRX DF9IC (PLL-Mod.)
Antennen:
70cm: 2.5m-Duoband-Comet (Einstiege)
23cm: 2.5m-Duoband-Comet (Einstieg)
2* 3m-DL3KBO-Yagi (DB0END, DB0RPF)
4* 1.3m-DL3KBO-Yagi (DB0QS, DB0BM, DL0WST, DB0RWI)
Selektionsmittel:
70cm: LC-Duplexfilter (Verschaltung 438.100/430.775)
Topfkreisfilter (Bandpass 438.100)
Sperrkreisfilter (430.775, Notch auf 448.450 MHz)
Bandfilter 70cm/23cm (Digi-Einstiege/23cm-FM-Relais)
23cm: 5* Interdigitalfilter DF9IC (Links und 23cm-Einstieg)
Sonst.:
13.8V/40A-Schaltnetzteil
Viel Spass bei der Benutzung von DB0ME und DB0IZ !
Fragen, Anregungen, Kritik, Mitarbeit, Spenden usw. sind ausdruecklich
erwuenscht!
Wir sind per Mail oder auf 430.450 erreichbar.
Dauersendungen fuer Tests koennen jederzeit ausgeloest werden, bitte
Info, wenn gewuenscht.
Tests am Digistandort koennen ebenfalls auf Vereinbarung durchgefuehrt
werden, pse Info!
Thomas, DL1EBQ und Arno, DL6EE
Digi-Infos Sun, 16 Aug 1994 23:19:00
Subject: DB0ME-Broadcast, Interesse?
From: DL1EBQ
Newsgroup: ampr.bbs.digi
Distribution: WEST
Message-ID: <148417DB0IZ@bbs.net>
Date: Sun, 16 Aug 1994 23:19:00
X-Length: 1946 Bytes
X-Download: Sat, 2 Jun 1996 2:19:56
X-BBS-BID: 148417DB0IZ
X-RX-Program: FileSplit 22.5.96 960601
de DL1EBQ @ DB0IZ.#NRW.DEU.EU
to DIGI @ WEST
Erfreut konnte ich zur Kenntnis nehmen, dass sich die Referenten des fuer
PR zustaendigen DARC-Referates etwas richtig Innovatives fuer den ISM-Teil
des 70cm-Bandes ausgedacht haben, naemlich Broadcast-Einstiege, bzw.
-Ausstiege (siehe NETZE von DG3RBU und DARC von DG1DS).
Bei DB0ME/DB0IZ haben wir dafuer eigentlich eine recht gute Grundlage,
eine Mailbox direkt mit dem Digi verbunden und eine recht flotte Hardware,
die auch noch genug Reserve hat.
Und vor allem Interesse, mit so viel Baud wie moeglich in die Luft zu gehen
inklusive einer Festplatte, die auch bei 38400 Baud 24 Stunden lang keine
Wiederholungen bringt...
Ob es noetig ist, einen Broadcast-Einstieg zusaetzlich zu den beiden
existierenden High-Speed-Einstiegen zu betreiben, ist sicher nicht
wesentlich.
Die Notwendigkeit selbst fuer einen 38k4-Broadcast ist kaum vorhanden, da
wir gleichzeitig noch einen 76k8-Einstieg mit Vollduplex aufbauen werden.
Aber ich finde die Idee sehr reizvoll und ausserdem ist es wieder mal etwas
voellig Neues.
Einen Antrag werde ich auf jeden Fall stellen, vorher moechte ich aber gerne
die Meinung derjenigen hoeren, die damit spaeter etwas anfangen muessen.
Also, welche Baudrate, 9k6, 19k2 oder 38k4 und welche Strahlungsleistung ist
erforderlich?
Reicht die Feldstaerke von DB0IZ-9 bzw. DB0ME oder kann es auch weniger
sein, was uns die Entkopplung leichter machen wuerde?
Oder wie ist ueberhaupt die Meinung zu derartigen Broadcast-Digis, also
nicht auf DB0ME/DB0IZ bezogen?!
Meinungen dazu lieber oeffentlich und nicht an mein Fach.
Andere Digi-Sysops haben vielleicht auch schon darueber nachgedacht, einen
Antrag zu schreiben, sicher koennt ihr sie dazu motivieren!
vy 73, Thomas, DL1EBQ, Sysop DB0ME
Digi-Infos Mon, 17 Aug 1994 17:21:00
Subject: DB0ME/DB0IZ-Info
From: DL1EBQ
Newsgroup: ampr.bbs.digi
Distribution: WEST
Message-ID: <15840CDB0IZ@bbs.net>
Date: Mon, 17 Aug 1994 17:21:00
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X-Download: Sat, 2 Jun 1996 2:20:00
X-BBS-BID: 15840CDB0IZ
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de DL1EBQ @ DB0IZ.#NRW.DEU.EU
to DIGI @ WEST
DB0ME mit mehr Empfindlichkeit
------------------------------
Der 70cm-Einstieg von DB0ME auf 438.100 hat gestern einen Vorverstärker
von DL5DAA spendiert bekommen, vielen Dank Werner!
Es ist ein DF9IC-preamp mit 1.5 dB Rauschzahl und 19 dB Verstaerkung.
Bei nachfolgenden Tests gab es keinerlei Beeinflussungen durch den
70cm-Einstieg von DB0IZ, der auf 430.775 an der selben Antenne ueber eine
Duplex-Weiche laeuft.
Beeinflussungen durch starke Signale auf den Nachbarfrequenzen waren auch
nicht festzustellen, wir verwenden ein sehr steiles 20-KHz-Filter.
Gluecklicherweise blieb DB0ME bislang auch von einer Gleichfrequenzbelegung
durch andere Digipeater verschont, die hohe Empfindlichkeit ist also
weitgehend auszunutzen.
Einschraenkend wirken lediglich Schaltimpulse von einigen User-Transceivern,
die sich breitbandig ueber das ganze Band verteilen.
Offenbar eignen sich die seit einigen Monaten angebotenen
'Blechdosen'-Quarzgeraete sehr gut fuer 19k2, passende Filter sind auch
leicht zu beschaffen.
Leider machen diese Geraete nur ca. 2 Watt Output und damit deutlich weniger
wie DB0ME.
Durch den Pre-Amp sollten nun auch diese Geraete fuer die Benutzung von
DB0ME in vielen Faellen genug Leistung bieten.
Neben den neuen PLL-Geraeten, die leider zunehmend fuer FSK
eingesetzt werden, sind diese Transceiver eine interessante und viel bessere
Alternative.
Insbesondere durch ihre extrem niedrigen Umschaltzeiten sorgen sie fuer eine
deutlich bessere Kanalausnutzung mit weniger Kollisionen.
Frequenzhub auf 438.100
-----------------------
Bitte stellt euren Frequenzhub auf einen angemessenen Wert ein !!!
------------------------------------------------------------------
Das, was ich gestern auf 438.100 gehoert habe, hatte damit nichts zu tun.
Auch ohne Oszilloskop war herauszuhoeren, dass wenigstens 2 Stationen mit
mindestens 6-7 KHz Hub gearbeitet haben, das Modem-Rauschen war akustisch
etwa doppelt so laut wie das FM-Rauschen.
Der Betrieb von DB0ME mit 19k2 haengt davon ab, dass es keine Stoerungen der
Nachbarfrequenzen gibt, weder vom Digi NOCH VON SEINEN BENUTZERN.
Oder um es noch klarer zu sagen:
Wenn es berechtigte Beschwerden ueber Stationen gibt, die durch zu grosse
Bandbreite beim Betrieb ueber DB0ME auffallen, wird es unweigerlich dazu
fuehren, dass der Digi seinen 19k2-Testbetrieb beendet.
Nicht zuerst deshalb, weil wir dazu gezwungen sein koennten, sondern vielmehr
weil ich keinen Aerger mit anderen Digi-Sysops und DARC-Referenten moechte.
Ich habe ihnen klar zu erkennen gegeben, dass ich diesen 'Breitband'-Betrieb
bei eventuellen Stoerungen sofort abbrechen werde und dabei bleibt es.
Ausserdem ist es mir ein Anliegen, zu zeigen, dass 19k2-Betrieb mit
eingeschraenkten Parametern auch im 25-KHZ-Raster moeglich ist!
2 bis maximal 3 Khz Hub sind die absolute Obergrenze, das Modemrauschen muss
sich deutlich leiser wie das FM-Rauschen anhoeren.
Der Digi kommt bei rauschfreiem Signal auch noch gut mit 1 KHz Hub aus.
Wer mit 2-3 KHz nicht ausreichend gut bei DB0ME ankommt, hat eben Pech
gehabt.
Test-Tag
--------
Wir haben vor, fuer DB0IZ-9 und DB0ME an einem Wochenende einen 'Test-Tag'
einzulegen.
Viele Benutzer sind bereits mit der richtigen Einstellung des Frequenzhubs
ueberfordert, es fehlen die Messgeraete oder auch die Kenntnis ueber
behelfmaessige Einstellmethoden.
(keine Wertung, nur eine Feststellung...)
Die richtige Einstellung eines G3RUH-Modems erfordert mehr Sorgfalt, als es
bei einem 1200-Baud-AFSK-Modem noetig waere.
Bei DB0IZ-9 ist es dringend erforderlich, die Kanalauslastung zu optimieren.
Geeignetere Parameter sind der eine Weg dorthin.
Bis auf Ausnahmen, User die mit MAXFRAME 7 und Persistance deutlich ueber
10 (W 10), kann man eigentlich zufrieden sein.
Bei der Ueberbelegung von DB0IZ-9 optimale Parameter zu finden, ist
ohnehin schwierig, ich will das lieber erst gar nicht versuchen und mich
auf ganz krasse Einzelfaelle beschraenken, wenn jemand meint, ausser ihm
haette sonst keiner etwas auf dem Einstieg verloren...
Und ansonsten hoffe ich auf DAMA, das nimmt Digi-Sysops eine Menge Arbeit
ab.
Weniger zufriedenstellend ist die Hubeinstellung oder generell die Signal-
'Guete' (von gut kann oft keine Rede mehr sein) bei vielen Stationen.
Bei denjenigen, deren Signal eher durch das verwendete Funkgeraet als durch
falsche Einstellung Maengel aufweist, moechten wir wenigstens darauf
aufmerksam machen mit dem Hinweis, beim naechsten Lottogewinn vielleicht
etwas fuer einen FSK-tauglichen Quarz-Transceiver abzuzweigen.
Und wie gerade bemerkt ist es, wenn auch aus anderen Gruenden, bei DB0ME
ebenfalls noetig, etwas Hilfestellung zu leisten.
Ein solcher Test ist bereits einmal mit den meisten Benutzern von
DB0IZ-9 einige Monate nach Betriebsaufnahme durchgefuehrt worden.
Wir hatten uns vorgenommen, regelmaessig fuer derartige Gelegenheiten
zu sorgen.
Die Situation hat sich zwar grundsaetzlich geaendert, 9k6 ist nichts
Neues mehr, als DB0IZ-9 anfing, gab es in DL noch keine weiteren FSK-
Einstiege und wir hatten es nur mit experimentierfreudigen 'Spezialisten'
zu tun.
Aber die Notwendigkeit dafuer besteht vielleicht umso mehr, als es nun
praktisch jedem, auch Nicht-'Spezialisten', moeglich ist, bei 9k6
mitzuspielen.
Ich stelle mir den Ablauf etwa wie folgt vor, genaue Details werden noch
rechtzeitig verbreitet:
DB0ME und DB0IZ-9 werden an einem Samstag- oder Sonntag-Morgen ausser
Betrieb genommen, vielleicht auch DB0ME Samstag und DB0IZ-9 Sonntag.
Wir sind dann auf 23cm, Relais Solingen und 2m auf einer Direkt-Frequenz
in Fonie zu erreichen.
Mit einem Oszi koennen wir ankommende Signale beurteilen und den Frequenzhub
relativ bestimmen, ebenfalls eine eventuelle Frequenzablage.
Der Datenausgang des Modems wird auf einen Fonie-Sender gegeben,
auf 2m.
Wahlweise koennen wir dann entweder das Empfangsergebnis kommentieren oder
die Bitfehlerrate akustisch hoerbar machen.
G3RUH hat diesen Bitfehlertest gut in seinem Manual beschrieben.
Jedes G3RUH- und kompatible Modem sendet eine knapp 14 Sekunden lange,
immer gleiche Pseudo-Zufalls-Bitfolge aus, wenn am Dateneingang staendig
High oder Low anliegt (Datenquelle abschalten!).
Das empfangende Modem kehrt diese Scrambling-Folge um, am Datenausgang
liegt wieder staendig High oder Low an.
Soweit der Idealzustand einer perfekten fehlerfreien Uebertragung.
Ist die Uebertragung nicht fehlerfrei, bedingt durch falschen Hub,
Rauschen, Stoerungen, ungeeigneter Jumperstellung am Modem oder aus
anderen Gruenden, gibt es Aussetzer am Datenausgang, gleichzeitig ist
das Oszillogramm unscharf, verformt oder mit Stoerstreifen durchsetzt.
Die Haeufigkeit dieser Aussetzer (Bitfehler) ist ein direktes Mass fuer
die Unsicherheit der Uebertragung, Retries, Rejects...
Je haeufiger es knackt, desto mehr Pakete gehen bei der Uebertragung
verloren.
Die sendende Station kann nun einfach und ohne langwierige Ruecksprache mit
uns direkt das Ergebnis ihrer Einstellversuche abhoeren.
Es ist nur erforderlich, dass das modulierte Sendesignal dauerhaft
abgestrahlt werden kann.
Also, bitte dafuer sorgen, dass der modulierte Sender manuell hochgetastet
werden kann!
Es wird genug Zeit eingeplant, damit jeder, der daran interessiert ist,
in Ruhe seine Modemeinstellung optimieren kann.
Auch diejenigen, die, aus welchen Gruenden auch immer, kein Interesse
an einer Optimierung ihrer Station haben, sollten mitmachen, um wenigstens
Gewissheit darueber zu erlangen, ob ihre Aussendungen fehlerfrei beim
Digi ankommen.
Es macht schliesslich keinen Sinn, staendig an den Parametern zu schrauben
oder ueber User mit Kampfparametern zu schimpfen, wenn die eigene
Aussendung mehr Bitfehler als Pakete produziert...
Wir sind nicht enttaeuscht, wenn sich die Reaktion in Grenzen haelt.
Zumindest gibt es Aufschluss darueber, ob diese Einrichtungen mehr als
beliebige Dienstleistung aufgefasst werden oder ob Interesse auch am
Experimentieren und am Optimieren der eigenen Ausruestung besteht.
vy 73, Thomas, DL1EBQ
Digi-Infos Tue, 18 Aug 1994 21:05:00
Subject: DB0ME/DB0IZ-Test 20./21.8.
From: DL1EBQ
Newsgroup: ampr.bbs.digi
Distribution: WEST
Message-ID: <16840FDB0IZ@bbs.net>
Date: Tue, 18 Aug 1994 21:05:00
X-Length: 3015 Bytes
X-Download: Sat, 2 Jun 1996 0:09:48
X-BBS-BID: 16840FDB0IZ
X-RX-Program: FileSplit 22.5.96 960601
de DL1EBQ @ DB0IZ.#NRW.DEU.EU
to DIGI @ WEST
A C H T U N G :
Test - Tage bei DB0ME/DB0IZ-9!
Termine: DB0ME : Samstag, 20.8.94, ab 13:00 (Ortszeit)
DB0IZ-9: Sonntag, 21.8.94, ab 12:00 ( '' )
Naeheres dazu in der Nachricht "DB0ME/DB0IZ-Info" von DL1EBQ
Die 2m-Frequenz fuer den Rueckmeldebetrieb steht noch nicht fest.
Auf 23cm sind wir auf 1242.700/1270.700 erreichbar, DB0SOL.
Interessenten bitten wir um eine kurze Mail an DL1EBQ oder DL6EE.
Wir suchen ferner einen OV, der bereit ist, unseren Testbetrieb
auf seiner OV-QRG zu erdulden, bitte Info!
Die Digi-Einstiege gehen jeweils 2 Stunden vorher ausser Betrieb.
Die 2m-Frequenz wird sowohl zur Bit-Error-Test-Ausgabe, als auch fuer Fonie-
Rueckmeldebetrieb genutzt.
Bei Stationen, die zusaetzlich ueber 23cm FM verfuegen, kann die 2m-Frequenz
dauernd mit den Bit-Fehlern belegt werden, der Fonie-Betrieb erfolgt dann
ueber das FM-Relais Solingen.
Auf 2m wird mit 25 Watt ueber eine GP gesendet, wir muessten damit ueberall
dort, wo auch der Digi zu hoeren ist, ankommen.
Und nochmal die Bitte um rege Beteiligung, besonders derjenigen, die gerade
keine eigenen Messmoeglichkeiten und/oder Erfahrung haben.
Wer mit meinen Infos zum 'Bitfehlertest' oder zum Testablauf ueberhaupt
nichts anfangen kann, moege sich bitte auch einfinden, wir werden genug
Zeit haben, alles in Ruhe zu erklaeren.
Das heisst nicht, dass technisch versierte Benutzer den Tag anders nutzen
sollten, sie sind auch willkommen!
Der Betrieb erfolgt unter unserem Clubrufzeichen DK0JJ.
Zeitweise automatisch arbeitende Stationen bitten wir um Beachtung der
Test-Zeiten, schalten Sie bitte rechtzeitig ab!
Der Erfolg der Aktion haengt wesentlich davon ab, dass die Frequenz
freigehalten wird.
An beiden Tagen wird solange getestet, bis alle Stationen durch sind.
Achja, auch User anderer 9k6-Digis, die aber im Einzugsbereich von DB0IZ
oder DB0ME liegen, sind natuerlich eingeladen mitzumachen.
Deren Digi-Einstiege werden auch davon profitieren, wenn die Station
optimiert wird!
Die DB0ME-User muss ich allein am Samstag betreuen, bei DB0IZ werde ich
am Sonntag von Arno unterstuetzt.
Sollten alle Benutzer von DB0IZ mitmachen, duerfte es etwas Gedraenge
geben, bitte Geduld, wir werden bei viel Andrang die Stationen zuerst
drannehmen, die zeitlich durch Familie, Beruf usw. anderweitig verplant
sind.
Nochmal der Hinweis, dass der mit dem Modemsignal modulierte Sender
manuell dauerhaft hochgetastet werden muss.
Wir koennen unmoeglich waehrend der Dauer einer normalen Packet-Aussendung
eine Beurteilung des Signals vornehmen.
Und nun wuensche ich allen, die mitmachen wollen viel Spass und Erfolg!
vy 73, Thomas, DL1EBQ
Digi-Infos Tue, 25 Aug 1994 18:15:00
Subject: Testergebnis DB0ME/DB0IZ
From: DL1EBQ
Newsgroup: ampr.bbs.digi
Distribution: WEST
Message-ID: <23841CDB0IZ@bbs.net>
Date: Tue, 25 Aug 1994 18:15:00
X-Length: 7830 Bytes
X-Download: Sat, 2 Jun 1996 1:12:57
X-BBS-BID: 23841CDB0IZ
X-RX-Program: FileSplit 22.5.96 960601
de DL1EBQ @ DB0IZ.#NRW.DEU.EU
to DIGI @ WEST
Info zum Test bei DB0ME und DB0IZ-9
-----------------------------------
Beteiligt haben sich am 20. - 21.8. folgende Stationen (ohne Gewähr):
DB1JF 9k6 Wuppertal
DB8EB 9k6 Düsseldorf
DC0EV 9k6 Solingen
DC2JK 9k6 Remscheid
DD1JD 9k6
DD8KO 9k6
DF1JS 19k2 Solingen
DF5DP 9k6
DF8JU 9k6 Duisburg
DG1EDR 9k6
DG1EEM 9k6 Willich
DG1EGX 19k2
DG1EH 19k2 Solingen
DG1EHE 19k2 Solingen
DG1EHG 9k6 Solingen
DG1KJD 19k2 Euskirchen
DG1KPV 9k6
DG5DBQ 9k6 Bochum
19k2
DG5EM 19k2
DG5JB 9k6 Düsseldorf
DG9EP 19k2 Mettmann
DH4EAQ 9k6 Ratingen
DH6JL 9k6 Velbert
DJ0MDJ 9k6 Köln
DJ1IH 9k6 Geldern
19k2
DK1PR 9k6 Altenahr
DL1EAP 9k6 Duisburg
DL1EKT 9k6 Düsseldorf
DL1ELA 9k6 Wuppertal
DL1ELD 9k6
DL1YDD 9k6
DL2EAA 19k2
DL2KCL 9k6 Rheinbach
DL3KSB 9k6
DL3QQ 9k6
DL5DAA 9k6 Bochum
19k2
DL6EE 19k2 Solingen
DL8EBM 9k6
29 Stationen mit 9k6, 12 mit 19k2, insgesamt 38,
von denen 3 mit 9k6 und 19k2 qrv waren.
Die Beteiligung der 19200-Baud-Benutzer war gut, wenn auch nicht
alle mitgemacht haben.
Die der 9600-Baud-Benutzer ließ zu wünschen übrig.
Gemessen an der Stationsdichte auf 430.775 waren es zu wenige!
Die 2m-Rücksprechfrequenz 144.7875 war fast durchgehend ungestört zu
benutzen, es gab lediglich etwas S6-QRM.
Vielen Dank an den OV, der uns dort gewähren ließ!
Die Disziplin der Beteiligten war ausgezeichnet, alles lief wie
geplant.
Individuelle Ergebnisse möchte ich hier nicht kommentieren.
Allgemein läßt sich aber zusammenfassen:
- Fast alle Stationen haben mit zuviel Frequenzhub gesendet.
Durchschnittlich war der Hub knapp doppelt so hoch eingestellt wie
erforderlich!
Nacheinander wurden dann alle Stationen gebeten, den Hub auf ca. 3
KHz zu begrenzen.
Das eigene Signal muß sich bei DB0IZ-9 etwas leiser und bei DB0ME
deutlich leiser wie das FM-Rauschen des unbelegten Kanals anhören.
Da bei DB0IZ-9 nur ein Bruchteil aller Benutzer mitgemacht hat, dürften
wenigstens 100 Stationen immer noch mit deutlich zuviel Frequenzhub
Betrieb machen!
Die ZF-Filter beim Digi sind mit 12 bzw. 20 KHz jeweils sehr knapp
dimensioniert, um die Selektion zu den Nachbarkanälen zu erhalten.
3 KHz passen durch die Filter, der Rest geht ungenutzt an die Nachbar-
kanäle als QRM verloren, das Signal verzerrt, die Dekodiersicherheit
nimmt ab.
- Das TXDELAY, das wir nur bei einigen Stationen kontrolliert haben, war
meist zu lang eingestellt.
Es fiel auf, daß Benutzer von PLL-Transceivern ein etwas schlechtes
Gewissen hatten, mit Einstellungen über etwa 15 zu arbeiten.
Dazu läßt sich sagen, daß TXDELAY abhängig vom verwendeten Gerät ist.
Mit schlechtem Gewissen braucht nur der zu senden, der eine für sein
Gerät zu hohe Einstellung gewählt hat...
Es wäre zwar schön, wenn alle mit Quarzgeräten in der Luft wären,
Einstellungen von 1-4 wären die Folge, aber das ist wohl eher ein
Sysop-Wunschtraum, hi.
- Die Signalgüte ließ sich bei den meisten Stationen noch durch andere
Jumpereinstellungen verbessern, wenn auch nicht drastisch.
Der Ablauf war so, daß wir die Bitfehler akustisch als Knacken auf 2m
zurückgespielt haben während wir gleichzeitig die Signalform kommentiert
haben.
Wir haben uns jeweils das verwendete Funkgerät angeben lassen.
Dabei fiel deutlich der Unterschied zwischen PLL- und Quarz-
modulation auf.
Bei den Geräten mit PLL-Modulator gab es zwischen sehr vielen Jumper-
einstellungen kaum sichtbare Unterschiede, es fiel sehr schwer, ein
Optimum zu finden.
Die Signale waren jeweils schwammig, unpräzise und mit deutlich
mehr Bitfehlern durchsetzt, als es die Feldstärke erwarten ließ.
Bei den quarzmodulierten Transceivern, auch bei Multimode-Geräten, ließ
sich dagegen eine optimale Jumperstellung viel einfacher finden, die
Signale waren auf dem Oszilloskop erheblich ruhiger und rauschfreier.
Spitzenreiter waren einige KF450 und KF451, aber auch die Multimode-
Transceiver brachten oft perfekte Signale.
Einige wenige modernere PLL-Transceiver erzeugten auch durchaus
akzeptable Signale mit wenig Bitfehlern, hier gibt es offenbar
angenehme Ausnahmen.
Es waren auch ein paar Handfunkgeräte dabei, die aber aufgrund ihrer
Bitfehlerrate bestenfalls zum kurzzeitigen Testen geeignet sind und
nicht für Dauerbetrieb.
- Lediglich ein Signal war völlig unbrauchbar mit mehr als 10 Bitfehlern
pro Sekunde, aber selbst damit wurde noch Betrieb gemacht...
- Selbst bei Signalen über S9+20 mit perfektem 'Auge' gab es noch
etwa 1-2 Bitfehler pro 10 Sekunden.
Ausgelöst durch breitbandige Knackstörungen von den Nachbarfrequenzen,
offenbar durch Benutzertransceiver, die zuviel Hub machen oder deren
PLL prinzipbedingt zu schnell auf Sendung schaltet, noch bevor die
Sendefrequenz sicher erreicht ist.
Unter S9+10, also noch bei rauschfreiem Signal nehmen diese Störungen so
zu, daß sie ca. 1 Bitfehler pro 2-3 Sekunden erzeugen, ganz schön
ärgerlich!!!
Unter S9 wird die Bitfehlerrate dann endgültig mehr durch solche
vermeidbaren Störungen als durch irgendeine Einstellung des Modems
bestimmt.
Zum Vergleich, der Digi kommt bei mir zuhause in ungestörter Umgebung
noch mit ca. S3 bitfehlerfrei an!
Wir möchten derartige Versuche gerne regelmäßig durchführen, bitten aber
für das nächste Mal um mehr Beteiligung!
Es kam auch der Eindruck auf, daß nur sehr wenige der 'Problem'-Stationen
mitgemacht haben.
Aber besonders für die war diese Aktion vorgesehen gewesen!
Es gibt absolut keinen Grund, sich zurückzuhalten, wir werden weiterhin
keine auf das Rufzeichen bezogenen Ergebnisse verbreiten und niemand hat
durch die Teilnahme irgendwelche Nachteile zu befürchten.
Es wurde mehrfach der Wunsch geäußert, daß auch der Digi Dauersendungen
machen sollte, um sein Signal beurteilen zu können und ggf. Optimierungen
beim Empfang vorzunehmen.
Wir werden das für DB0ME und DB0IZ-9 in den nächsten Tagen durchführen,
es wird rechtzeitig darüber informiert.
Parametervorgaben wurden auch gewünscht, darauf werden wir zurückkommen.
Umschaltzeiten konnten wir bei dem Versuch nicht beurteilen.
Dazu ist aber auch nicht unsere Anwesenheit beim Digipeater erforderlich.
Noch ein Tip zur Ermittlung der minimalen TXDELAY-Einstellung:
Am Datenausgang des Modems läßt sich der Sendevorspann als Pfeifton
ausmachen, da hier ständig nur Flags gesendet werden.
Ist dieser Pfeifton nicht zu hören, ist das TXDELAY zu kurz, ist er deutlich
und lange zu hören, zu lang.
Ist er gerade eben und sehr kurz zu hören, ist die Einstellung ok.
Man muß nur eine Gegenstation bitten, den Datenausgang des empfangenden
Modems über eine R-C Reihenschaltung (ca. 1 MOhm, 100nF) auf den Mikro-
Eingang eines Senders zu legen.
Oder einfach solange erhöhen, bis der Digi sicher und jedes Mal reagiert.
PLL-Geräte und Transceiver mit Relais zeigen oft den Effekt, daß sie
nicht immer gleichschnell auf Sendung schalten.
Hier muß mit vielen Aussendungen getestet werden, bis wirklich alle
durchkommen und man sicher sein kann, daß das TXDELAY auch dann lang genug
war, wenn das Relais oder die PLL sich etwas mehr Zeit als durchschnittlich
gelassen hat...
Der nächste Test findet etwa in einem halben Jahr statt oder dann, wenn
sich wenigstens 80-100 Stationen 'angemeldet' haben.
Wir hoffen, daß es den Beteiligten Spaß gemacht hat und daß sich der Erfolg
durch etwas weniger QRM und mehr Datendurchsatz bemerkbar macht!
vy 73, Thomas, DL1EBQ
Digi-Infos Sat, 29 Aug 1994 22:05:00
Subject: Linksituation DB0ME
From: DL1EBQ
Newsgroup: ampr.bbs.digi
Distribution: WEST
Message-ID: <278424DB0IZ@bbs.net>
Date: Sat, 29 Aug 1994 22:05:00
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X-Download: Sat, 2 Jun 1996 2:04:47
X-BBS-BID: 278424DB0IZ
X-RX-Program: FileSplit 22.5.96 960601
de DL1EBQ @ DB0IZ.#NRW.DEU.EU
to DIGI @ WEST
Hallo,
hier die derzeitige Linksituation bei DB0ME, es gibt leider nichts
Erfreuliches zu berichten:
DB0ONA 1240.300/1299.300:
Technisch mittlerweile wieder alles bestens.
Stoerungen durch einen anderen Link auf der gleichen Frequenz, DB0ONA ist nur
in den Sendepausen dieses neu installierten Links einwandfrei zu hoeren.
DB0RWI/DB0WST/DB0END 1240.450/1299.450:
RWI und END sind sehr gut zu erreichen, WST etwas langsamer, keine
Stoerungen.
DB0QS 1240.650/1299.650:
Stoerungen durch einen anderen Link auf der gleichen Frequenz, DB0QS ist nur
in den Sendepausen dieser anderen Station einwandfrei zu hoeren.
Bei laengeren Aussendungen des anderen Links (1200 Baud!) koennen
Verbindungen zu DB0QS abbrechen.
DB0BM 1240.900/1299.900:
Stoerungen durch einen anderen Link auf der gleichen Frequenz, DB0BM ist
bei QSB nur dann zu hoeren, wenn die 'fremde' Station nicht sendet.
Sonst kann der Betrieb auch zeitweise sehr langsam werden, da unsere DCD
auf die Aussendung des anderen neu installierten Links anspricht.
Wir haben inwischen die Transceiver so eingerichtet, dass sie intern
nicht mehr durch Impulse beeinflusst werden, die Entkopplung
untereinander ist nun ausreichend hoch.
Auf Stoerungen durch andere Linkstrecken, die bei unpraeziser Koordinierung
im eigentlich uebervollen 23cm-Linkband neu genehmigt worden sind, habe ich
leider keinen direkten Einfluss.
Zu 2 der 3 stoerenden Stationen haben wir optische Sicht, die Entfernung
liegt zwischen 50 bis 80 km.
Bei der dritten Station in Belgien liegt moeglicherweise eine falsche
Antennenausrichtung vor.
Wir hoffen, dass sich diese Situation nicht noch weiter verschlimmert, sonst
koennen wir unsere Linkstrecken bald abschalten.
Wir haben in DL fuer Linkstrecken Koordinierungspflicht.
Das heisst hoffentlich auch, dass bei Fehlern bei der theoretischen Planung,
die in der Praxis zu Stoerungen fuehren, konsequent von der gleichen Stelle
aus eine Korrektur vorgenommen wird!
Ich bin gerne bereit, dabei mitzuwirken, aber nicht bereit, darauf zu
warten, dass in absehbarer Zeit unsere letzte Linkfrequenz auch noch
weitgehend unbrauchbar wird.
vy 73, Thomas, DL1EBQ, Sysop DB0ME
Digi-Infos Sun, 28 Mar 1995 16:16:00
Subject: DB0ME, 23cm-Einstieg
From: DL1EBQ
Newsgroup: ampr.bbs.digi
Distribution: WEST
Message-ID: <263504DB0IZ@bbs.net>
Date: Sun, 28 Mar 1995 16:16:00
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X-Download: Sat, 2 Jun 1996 1:11:17
X-BBS-BID: 263504DB0IZ
X-RX-Program: FileSplit 22.5.96 960601
de DL1EBQ @ DB0IZ.#NRW.DEU.EU (Thomas)
to DIGI @ WEST
Info zum 23cm-Einstieg bei DB0ME 25.3.95
--------------------------------
Diese Mitteilung soll ueber den Entwicklungsstand des 23cm-Benutzereinstiegs
informieren und auch Gelegenheit geben, ueber einige Details mitentscheiden
zu koennen.
Einerseits rechnen wir nicht mit sehr vielen Benutzern, andererseits wurde
die Finanzierung ueberwiegend durch vorhandene Spendenmittel und
OV-Zuschuesse gedeckt.
Daher sind wir gerne bereit, Anregungen der hoffentlich nicht zu wenigen
Interessenten aufzunehmen.
Die letzte Info liegt schon etwas zurueck, daher nochmal zu den genehmigten
Daten:
Sendefrequenz: 1241.200
Empfangsfrequenz: 1271.200 Gesamtbandbreite jeweils etwa 125 KHz
Sendeleistung: 15 W ERP vertikal, rundstrahlend
Vorgesehen war eine Uebertragungsgeschwindigkeit von 50-100 KBaud.
Es ist nun knapp ein Jahr seit der Genehmigung verstrichen und es gibt
weiterhin leider keine nachbaufaehige Technik fuer mehr als ca. 38 KBaud.
Fuer die 56-KBaud-Grapes Modems fehlt der erforderliche 23cm-Transverter,
die Linktransceiver IIIb koennen dagegen maximal 19k2 (38k4).
Der fuer PR-Koordination verantwortliche OM im DARC hat uns kuerzlich zu
verstehen gegeben, dass wir spaetestens ein Jahr nach Genehmigung auf
Sendung sein muessen, um die Befuerwortung nicht zu verlieren!
Bekanntlich mussten wir statt 28 MHz eine Shift von 30 MHz waehlen, um
den Empfangsbetrieb des vom Bandplan abweichend betriebenen ATV-Relais'
DB0KO nicht zu stoeren, dieser Vorgang war zu jedem Zeitpunkt mit dem
DARC-Referat koordiniert.
Mittlerweile wird aber offenbar ueberlegt, den Bereich 1241.0 bis etwa
1241.5 MHz fuer weitere Linkstrecken einzusetzen und da passt unser
Netzeinstieg nicht ganz in's Konzept...
Einen weiteren Frequenzwechsel werden wir aber nicht mitmachen, wir haben
bei DB0ME und DB0SOL mittlerweile genug auf regionale ATV-Interessen
Ruecksicht genommen und koennen nicht akzeptieren, dass das nun fuer
uns bedeutet, dass wir wiederum mit der Frequenz 'fluechten' muessen!
Wir haben dem DARC-Koordinator angeboten, wegen der fehlenden >38KBaud-
Technik einen Frequenzwechsel auf eine der normalen Eingabefrequenzen
(1270.925 MHz) mitzumachen, mit 'krummer' Ausgabe, irgendwo bei 1241.600
MHz, also oberhalb des geplanten neuen Linkbereiches und noch weit genug
unterhalb des 'DB0KO-Stoerbereiches'.
Dieses Angebot habe ich genau an dem Tag gemacht, als er mich auf Anfrage
ueber die neuen Linkbereichsplanungen informiert hat und als die 4-Wochen-
Frist fuer die jetzt stattfindende BUS-Tagung ablief.
Schade, dass die noetige Flexibilitaet fehlte, um damit so ziemlich alle
Probleme wegzuraeumen...
Aus diesem Grund haben wir entschieden, nicht laenger zu warten und den
Einstieg quasi im Eilverfahren in die Luft zu bringen.
So haben wir fuer kuenftige Erweiterungen auf hoehere Baudraten genuegend
Spielraum bei der belegten Bandbreite.
Das ist auch deshalb sehr wichtig, weil unser 70cm-Broadcast-Antrag fuer
433.800, im letzten Jahr gestellt, angesichts der D-ATV-Interessen wohl
kaum noch die Chance hat, befuerwortet zu werden.
Wir muessen also die Moeglichkeit behalten, diesen Einstieg auf 23cm
zu betreiben, falls die ATV-Interessen sich durchsetzen.
Es kann jedenfalls nicht angehen, dass wir nun wegen der regionalen
ATV-Belange weder den PR-Broadcast noch den 23cm-Einstieg betreiben
duerfen!!!
Vor 3 Wochen wurden die Linktransceiver IIIb bestellt, die inzwischen
bis auf die PA-Module aufgebaut sind.
Wir rechnen mit einer Betriebsaufnahme Mitte April, spaetestens jedoch
am 29.4.95 .
Sollte aus irgendeinem Grund dieser Termin mit den Link-Transceivern
nicht eingehalten werden koennen, wird voruebergehend ein kommerzielles
Geraet mit 9k6 aktiviert.
Es fehlt uns noch ein Original-G3RUH-Modem, wir haben es nicht geschafft,
eine Platine zu organisieren.
Sollte bis zur Fertigstellung der Transceiver noch keine Quelle aufgetan
sein, wird voruebergehend das Modem des Links nach DB0ONA eingesetzt.
Diese Strecke ist noch solange ausser Betrieb, bis DB0ONA am neuen
Standort Erbeskopf aufgebaut ist.
Antenne:
--------
Wir haben bei DB0ME, abhaengig vom Antennenmontageort, verschiedene
Abschattungen.
Bis jetzt haben wir noch nicht festgelegt, in welcher Richtung sie wirksam
werden.
Wir bitten daher um Rueckmeldungen, wer hier mitmachen moechte, entsprechend
koennen wir dann den guenstigsten Standort der Antenne bestimmen!
Falls wir die jetzt montierte 2-Band-GP nutzen, ergibt sich durch einen
Schornstein eine Abschattung ungefaehr von 10 - 40 Grad, allerdings nicht
komplett, die Antenne ueberragt ihn mit der oberen Haelfte.
Diese Abschattung ist also auch auf den beiden 70cm-Einstiegen wirksam!
Wir haben inzwischen eine Monoband-GP beschafft, die gegenueber der schon
montierten Antenne einen etwas hoeheren Gewinn haben duerfte.
Wir koennen sie entweder unterhalb der jetzigen GP, seitlich am Mast
montieren, oder auf die Spitze des Linkmastes.
Im ersten Fall ergibt sich eine Komplettabschattung von 10-40 Grad und
einige Teilabdeckungen durch diverse D2-Netz-Antennen in 10-15m Abstand,
etwa Richtung Nord-Ost bis Ost, sowie Richtung Norden durch den 8m
entfernten Linkmast.
Bei Montage auf dem Linkmast ergibt sich eine Komplettabschattung von etwa
50-150 Grad durch den Schornstein in 1.5m Abstand, sowie eine Teilabdeckung
durch den Einstiegsmast etwa Richtung Sueden.
Das FM-Relais wuerde dann ueber die nichtbenutzte Antenne
laufen.
Nachfolgend der Versuch einer Skizze ueber die Mastverteilung auf dem
Dach des 'DB0ME'-Hochhauses, die genauen Richtungen sind daraus nicht
zu erkennen.
Der Buendelfunkmast ist fuer beide moeglichen Antennenstandorte hinter
dem Schornstein, deckt also nicht zusaetzlich ab.
Die Antennenmasten fuer die D-Netz-Richtfunkstrecken sind nicht mit
eingetragen, da sie in keinem Fall die vorhandenen und geplanten Digi-
Antennen ueberragen.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
+ L ******** B +
+ Linkmast******** Buendelfunk- +
+ ******** Mast +
+ ******** D+D-Netz-Mast
+ Schorn-******** +
+ stein ******** +
+ ******** +
+ +
+ NORDEN +
+ * +
+ * +
+ * +
+ * +
+ * D+D-Netz-Mast
+ * +
+ * +
+E Einstiegsmast * +
+ * +
+ * +
+ * +
+ * +
+ * +
+ * +
+ * D+D-Netz-Mast
+ * +
+ * +
+ * +
+ * +
+ SUEDEN +
+ +
+ +
+ +
+ +
+ +
+ +
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Falls einige Stationen nahe an den Abschattungsgrenzen liegen, bin
ich gerne auf Anfrage bereit, am Standort mit einem Handfunkgeraet zu
pruefen, ob eine Verbindung moeglich ist, oder um die Richtungen exakter zu
bestimmen.
Uebertragungstechnik (beim Digi):
---------------------------------
DB0ME wird vorzugsweise mit 19200 Baud senden und empfangen.
Falls bei mir im Tischaufbau mit 2 identischen Link-TRX IIIb auch 38k4
noch einigermassen sicher zu dekodieren ist, wird z.b. fuer Broadcast-
Zwecke auch mit 38k4 gesendet.
Eine Uebertragung des Echos ist nicht geplant, es sei denn, jemand
ueberzeugt uns, dass das Sinn macht.
Fuer Kontrollzwecke ist ein Mitlesen der User-Aussendungen auch nicht
gerade sinnvoll bei 19k2, bei dieser Geschwindigkeit kann man wohl kaum
noch in Echtzeit irgendwas pruefen.
Wir haben vor, DB0ME in Vollduplex arbeiten zu lassen, also ohne DCD-
Blockierung.
Falls DB0ME gerade selbst keine Daten ausstrahlt, aber ein User sendet,
werden Flags zur Kollisionsvermeidung ausgegeben.
Ansonsten wird der Sender dauergetastet, lediglich die NF wird
ausgeschaltet, wenn weder die DCD aktiv ist, noch eigene Aussendungen
rausgehen.
Die User sollen die Moeglichkeit bekommen, auf ein moduliertes
Dauersignal fuer Testzwecke umschalten zu koennen.
Uebertragungstechnik (beim User):
---------------------------------
Auf der Benutzerseite kommen leider keine Usertransceiver nach DF3VI/DF2VO
in Frage.
Ich habe beim Vertrieb dieser Geraete nachgefragt, eine Fertigung von
30 MHz-Quarzfiltern wuerde erst ab ca. 100 Stueck interessant werden und
mit einer solchen Nachfrage ist kaum zu rechnen.
Die naechste Alternative waeren Link-TRX 1 gewesen.
Fuer sie spraeche, dass sie vergleichsweise sehr preisguenstig sind.
Dagegen allerdings, dass sie nicht besonders nachbausicher sind, es gibt
zuviele Fehlerquellen und Verbesserungshinweise, als dass der 'normale'
User das in den Griff bekommen koennte.
Zudem strahlt der Oszillator staendig auf der Digi-Empfangsfrequenz
Restanteile des Sendesignals aus.
Bei freier Sicht zum Digi waere der Einstieg im Umkreis von ca. 15 km
dauerhaft blockiert!
Das waere zwar dadurch zu beheben, dass bei zu grosser Digi-Naehe ein
Abschwaecher eingeschaltet wird, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass
das immer und bei jedem User funktionieren wird...
Eine Verwendung von PLL-Amateurfunkgeraeten ist nicht erwuenscht.
Hohe Umschaltzeiten und schlechtes Sendesignal machen solche Geraete
generell fuer FSK ungeeignet.
Ausserdem sind sie mindestens doppelt so teuer wie Linktransceiver und
das wollen wir den Benutzern dann doch nicht zumuten, Preis und
Leistungsfaehigkeit stehen dabei in keinem vernuenftigen Zusammenhang!
Bleibt noch der Link-TRX IIIb.
Preis: etwa gleich mit dem User-TRX
Leistung: 15 statt 2 Watt (User-TRX)
(eine 2-Watt-Version ist auch zu bekommen, aber kaum preiswerter)
Nachbausicherheit/Probleme: erfordert mehr Aufwand, da nichts vorbestueckt
ist. Bugberichte liegen ausser wegen falscher Bauteilewerte im Schaltplan
nicht vor.
TX/RX-Umschaltung: fehlt, entweder Betrieb mit getrennten Antennen oder
mit Duplexer.
Eine Verwendung von Mitusbishi Umschaltmodulen (ca. 70,-) waere moeglich
fuer Semiduplex, aber nicht erwuenscht, siehe unten.
Die Duplexer gab's vor einiger Zeit SEHR preisguenstig von einer
'Afu-Bastelgruppe' zu kaufen, wir haben 5 Stueck dort erstanden.
Ein Selbstbau ist zugegeben schwierig, aber machbar.
Notfalls muss man sie 'kommerziell' einkaufen.
Dass es keine TX/RX-Umschaltung gibt, hat, wie wir meinen, mehr Vor- wie
Nachteile.
- Es gibt keine Umschaltverzoegerungen, somit prinzipiell
auch keine Kollisionen, wenn man von den ca. 5 msec. Delay
bei der DCD-Erkennung absieht.
Statt der Modem-DCD-Erkennung liesse sich aber auch die TRX-interne
traegheitsfreie Erkennung einsetzen, beim Digi.
Beim User auch, falls wir die PTT beim Digi nicht dauertasten.
- Die User koennen bei eigenen Aussendungen gleichzeitig Pakete vom
Digi empfangen.
Der Datendurchsatz liegt also bei nur einem User nahe an der tatsaechlich
verwendeten Baudrate, bei mehreren Usern oder Multiconnect darueber
und es gibt fuer diesen Fall keine Datenverluste verursacht durch
Kollisionen mit dem Digi.
Ob das in Stellung Simplex auch tatsaechlich bei allen TNCs funktioniert,
haben wir allerdings noch nicht ermittelt, ich kann mich erinnern,
dass ein TNC2 bei 19k2 und Duplex-on abstuerzt.
Es ist also kein Optima oder andere Verfahren notwendig, um beim Digi
gleichzeitig senden und empfangen zu koennen.
- Es wird bei den Usern eine definierte Technik eingesetzt mit der der
Sysop rechnen kann, Transceiver-Probleme koennen so schnell geloest werden.
Parameter koennen gezielt optimiert werden, irgendwelche Verzoegerungs-
oder Warteparameter werden entbehrlich und koennen auf 0 gestellt werden,
inklusive TXDELAY.
Der HF-Hardwareaufwand ist dafuer zwar nicht unerheblich, dafuer kann aber
hier jedes TNC eingesetzt werden, gleichgueltig ob DAMA- Optima- oder
sonstwie-faehig, sofern es die Baudrate verkraftet...
Erweiterungen und Veraenderungen werden spaeter nur dann vorgenommen,
wenn es mit den vorhandenen Linktransceivern IIIb machbar ist und der
Modifikationsaufwand in Grenzen bleibt.
Das bedeutet fuer die Benutzer die Sicherheit, dass sie nicht irgendwann
ihren TRX einmotten koennen, falls wir schneller werden.
Die belegte Bandbreite mit 19k2 betraegt etwa 30 KHz, bei 38k4 das
doppelte.
Was wir mit dem Rest anfangen, haengt davon ab, wie ueber unseren
Broadcast-Sender auf 70cm entschieden wird und ob eine spaetere
Erweiterung des Transceivers auf mehr als 38400 Baud moeglich ist.
Falls die Uebertragung mit 38400 Baud jetzt schon halbwegs funktioniert,
behalten wir uns vor, damit Broadcasting zu machen.
Eine andere Moeglichkeit waere aber auch, einen zweiten Sender in etwa 50
KHz Abstand mit 38k4 zu betreiben, separat fuer Broadcasting-Zwecke.
Ich will nicht schwarzsehen, aber es koennte in Zukunft durchaus moeglich
sein, dass wir nur noch 6 MHz auf 70cm fuer Amateurfunk zur Verfuegung
haben, 5 MHz davon allein fuer D-ATV und Sat.-Funk.
Damit bliebe fuer PR nichts uebrig und wir muessten dann versuchen, unsere
2 70cm-Einstieg innerhalb der uns genehmigten etwa 125 KHz Bandbreite
zusaetzlich unterzubringen.
Zugegeben, die vom User verlangte Technik ist ziemlich anspruchsvoll und
leider auch exklusiv, da wir gezwungen waren, eine von der Norm abweichende
Shift zu verwenden.
Dafuer bekommt man dann aber einen Einstieg geboten, der einen deutlich
hoeheren Datendurchsatz gewaehrleistet und auch nicht ueberlaufen sein
wird.
DB0IZ hat vor kurzem ein schnelleres Board bekommen, auch aus Spendenmitteln,
eine flotte Datenquelle steht somit zur Verfuegung und wir haben auch nichts
gegen die Uebertragung grosser Datenmengen einzuwenden.
Fuer den Fall, dass wir uns mit den Benutzern auf 438.100 MHz einigen
und der 23er Einstieg eine Weile problemlos laeuft, soll DB0ME dort dann
auf 9k6 zurueckgestellt werden.
Die bisherigen User-Zahlen rechtfertigen es eigentlich nicht, dort dann
weiter 19k2 zu betreiben, wenn es eine Alternative auf 23cm gibt.
Niemand braucht sich mit einer Meldung an uns festzulegen, aber zumindest
fuer die Antennenmontage bitte ich um Rueckmeldungen!
Es waere auch sehr hilfreich, zu erfahren, ob unsere Vorstellungen
zu der TRX-Technik und dem Betriebsablauf ueberhaupt auf Interesse
stossen oder es andere Ideen gibt, wie wir es realisieren sollten.
vy 73, Thomas, DL1EBQ
Digi-Infos Mon, 29 Mar 1995 22:09:00
Subject: DB0ME, DG1DS, 23cm...
From: DL1EBQ
Newsgroup: ampr.bbs.digi
Distribution: WEST
Message-ID: <273507DB0IZ@bbs.net>
Date: Mon, 29 Mar 1995 22:09:00
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X-Download: Sat, 2 Jun 1996 1:11:27
X-BBS-BID: 273507DB0IZ
X-RX-Program: FileSplit 22.5.96 960601
de DL1EBQ @ DB0IZ.#NRW.DEU.EU (Thomas)
to DIGI @ WEST
Die BUS-Tagung in Bebra am Wochenende ist vorueber und die Ergebnisse, soweit
sie uns bei DB0ME und DB0IZ betreffen bekannt.
Ich versuche gar nicht erst, es sachlich zu kommentieren, weil mir dazu
das noetige Verstaendnis ueber die Art der Entscheidungsfindung fehlt und
zwar grundsaetzlich.
Und weil ich kurz davor bin, diese offenbar nicht erwuenschte Einrichtung
abzuschalten.
Irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem man als Betreiber einer
Relaisfunkstelle einfach keine Lust mehr hat, gemachte Entscheidungen
einfach nur hinzunehmen.
Ich hoffe, dass das von denen, fuer die die Relaisfunkstelle gedacht sind,
nachvollzogen werden kann.
Was bleibt ist, entweder den ganzen ..... hinzuschmeissen oder an den
verkrusteten und experimentierfeindlichen Entscheidungsstrukturen im
DARC zu (ver)zweifeln.
Der DARC hat entschieden, den ISM-Bereich im Bereich weitraeumig um
Koeln und Wuppertal herum D-ATV zu ueberlassen, damit also quasi
alle anderen schmalbandigen Betriebsarten zu verbannen, es wird hier bei
uns also keinerlei 'Bandverteidigung' mehr moeglich sein.
DB0ME wurde die Moeglichkeit zugestanden, zeitlich begrenzt auf 434.975,
also 25 KHz unterhalb des Sat-Bandes zu broadcasten.
Also ausserhalb des ISM-Bandes, aber so dicht am Sat-Bereich, dass wir
unmoeglich garantieren koennen, dort nicht zu stoeren.
Nicht umsonst haben die EME-Freunde ihren Wunsch geaeussert, dass der
neue Linkfrequenzbereich ca. 500 KHz unter dem EME-Bereich aufhoert, um
einen gewissen Schutzabstand zu erreichen.
Sat ist doch wohl aehnlich empfindlich auf Stoerungen wie EME!
Wir sind ausserdem gezwungen, 9k6 zu machen, eine fuer 19k2 ausreichende
Bandbreite wurde nicht zugestanden.
Der DARC, in Gestalt seines PR-Sachbearbeiters DG1DS hat entschieden,
dass uns die Befuerwortung fuer den 23cm-Einstieg entzogen wird, falls
wir nicht sofort die volle genehmigte Bandbreite von etwa 125 KHz belegen
werden.
Dazu sind wir technisch nicht in der Lage.
Oder anders ausgedrueckt, wir waeren dazu zwar in der Lage gewesen,
haetten dann aber 0 Benutzer, weil die dafuer noetige Technik von
praktisch niemandem haette nachvollzogen werden koennen.
Das ATV-Relais Solingen wird nicht wie vorgesehen genehmigt, weil der
1991 vom DARC befuerwortete Antrag nicht mehr aufzufinden ist und sich
in der Zwischenzeit niemand mehr um ihn gekuemmert hat.
Er wurde ohne unsere Mitwirkung auf der Tagung in Bebra neu gestellt, mit
einer Ausgabe statt auf 13cm nun vermutlich auf 3 cm.
Weil die 13cm-Frequenzen in den 4 Jahren Zwischenzeit offenbar schon durch
andere Relais belegt worden sind.
Kein Wort des Bedauerns oder wenigstens die Nachfrage, ob wir ueberhaupt
eine Frequenz ausserhalb des von uns gewuenschten Bandes wollen.
Wir haben fuer das FM-Relais Solingen und fuer den 23cm-Einstieg Solingen
bis zu jeweils 4 !!! Frequenzwechsel durchfuehren muessen, wegen eines
einzigen nicht bandplankonform betriebenen Relais' in Koeln.
Das hat zu jahrelangen Verzoegerungen und Unsicherheiten gefuehrt, ob
denn schliesslich ueberhaupt noch etwas genehmigt wird.
Obwohl wir 4 Jahre vergeblich und wie man heute weiss hoffnungslos auf
das ATV-Relais warten mussten, weil jemand im DARC GEPENNT hat und es nun
deshalb nicht wie vorgesehen befuerwortet bekommen, obwohl wir jahrelang
nichts als Zugestaendnisse wegen der ATV-Interessen im Nachbardistrikt
gemacht haben und warten mussten, obwohl wir uns vom DARC-Digiplaner
staendig anhoeren muessen, es gaebe fuer unseren Digi keine weiteren
Linkfrequenzen, waehrend z.b. DB0DOZ fast den gesamten Linkbereich belegt,
trotz dieser vielen nervenzermuerbenden experimentierfreudetoetenden
Aktionen muessen wir uns nun auch noch vom ihm sagen
lassen, dass es mit unserem 23cm-Einstieg nichts wird, weil wir es
zum jetzigen Zeitpunkt fuer nicht sinnvoll halten, ihn mit mehr als 19k2
oder 38k4 zu betreiben, weil wir sonst keine User haetten.
Es reicht mir!
Falls dem Distrikt und den Benutzern von DB0ME und DB0IZ irgendetwas
am Experimentierfunk und speziell dem Benutzen dieser beiden Einrichtungen
gelegen ist, hoffe ich, dass sie dafuer eintreten.
Ich bin es leid, staendig Zugestaendnisse zu machen und mir dann
solche einmaligen Unverschaemtheiten gefallen lassen zu muessen!
Dieses Verhalten ist in hoechstem Masse unfair und unverstaendlich.
Wir koennen nichts dafuer, wenn unser 23cm-Einstieg in einem Bereich
liegt, der neuerdings fuer weitere Linkstrecken eingeplant wird.
Die Frequenz ist, mit allen abgesprochen, so gewaehlt worden, weil wir
uns mit DB0KO arrangieren MUSSTEN!
Es kann doch nicht wahr sein, dass nun DG1DS haenderingend nach Argumenten
sucht, diesen Einstieg zu unterbinden!!!
Wenn der DARC es ernst meint, einen Experimentierfunkdienst zu vertreten,
dann kann er es nicht dulden, dass ein Digipeatereinstieg, der genau
das vertritt und kein weiterer 9k6-Digi 'von der Stange' ist, von einem
seiner Vertreter mit dieser bislang einmaligen Begruendung seine
Befuerwortung verlieren darf.
Es ist nicht unsere Schuld, dass wegen offensichtlicher Arbeitsueberlastung
aller am Entscheidungsprozess 'Befuerwortung automatischer Stationen'
Beteiligten Projekte auf der Strecke bleiben, die eine Weiterentwicklung
oder zumindest das Experimentieren im Sinn haben.
Es tut mir leid, dass ich das in dieser Form bringe, aber es war die
Alternative gegenueber dem Abschalten des Digipeaters.
Es ist mir klar, dass vielen Lesern das Hintergrundwissen fehlt, um
diese Vorgaenge richtig einordnen zu koennen.
Es geht mir im Wesentlichen um eins, naemlich dass unsere ueber 1000,-
Investition fuer den 23cm-Einstieg, meine Woche Urlaub zwecks Aufbau
der Geraete und das jahrelange zaehe Ringen um eine mit DB0KO
vertraegliche Frequenz nicht umsonst waren und von DG1DS nun leichtfertig
in den Wind geschossen werden.
Hinzu kommt noch, dass er uns eine andere, fuer 9k6 nutzbare Frequenz
verweigert wurde, mit dem Argument, dann waere eine Koordination mit
DB0KO nicht moeglich.
Ich bitte diejenigen, fuer die wir Sysops die ganze Arbeit leisten darum,
sich jetzt auch mal fuer uns einzusetzen.
Ich erinnere an die Schwierigkeiten, die uns gemacht wurden, als wir
unsere 70cm-Einstiege auf 9k6 bzw. 19k2 umgebaut hatten, damals waren
wir ebenfalls kurz davor, den Kram hinzuwerfen.
Soll das eigentlich immer so weitergehen, jedesmal, wenn man etwas
im Sinne des Experimentierfunkdienstes tut, das kann doch wirklich nicht
wahr sein!!!
Nochmal sri fuer die Form dieser Mail, aber ich nehme inhaltlich nichts
davon zurueck!
Thomas, DL1EBQ
Digi-Infos Tue, 30 Mar 1995 6:00:00
Subject: Re DL1EBQ-DB0ME
From: DG1DS
Newsgroup: ampr.bbs.digi
Distribution: DL
Message-ID: <283505DK0MWX@bbs.net>
Date: Tue, 30 Mar 1995 6:00:00
X-Length: 3029 Bytes
X-Download: Sat, 2 Jun 1996 1:11:33
X-BBS-BID: 283505DK0MWX
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950328/0537z DK0MWX
de DG1DS @ DK0MWX.#NRW.DEU.EU (Fritz)
to DIGI @ DL
Hallo PR-Freunde,
Hier wird die klassische Form eines Betreibers sichtbar der das Referat
mit seinen Ideen beschäftigt,die dann auch mit Kompromissen und mit viel
Zeitaufwand in ihrgend einer Form zu einen Ergebnis gebracht werden.
Passt dem Betreiber das Ergebnis nicht,wird zum "Rundschlag"ausgeholt.
Auf der letzten Tagung stand das inzwischen leidige Problem PR Broadcast-ATV
auf der Tagesordnung.
Nach vielen Diskussionen wurde dann auch für DB0ME eine Lösung gefunden die
beiden Betriebsarten einen Spielraum gibt.
Jetzt geht es garnicht mehr um den Betrieb von Broadcast,
sondern weil die Wunschfrequenz 433,800 Mhz nicht geht(Störungen ua von
Breit- und Schmalband ATV),will man keine andere.
Ich erinnere daran,als die Idee Broadcast geboren wurde,
"eine Belegung von 433,... ist nur dort möglich,wenn andere Benutzergruppen
(ATV) nicht gestört werden".
Ich kann mich des Eindruckes nicht mehr erwehren,das DG3RBU,meine Wenigkeit,
das ganze Referat,an der Nase herrum geführt wurde.
23cm
Das gleiche Problem
Mit viel Aufwand wurde eine Lösung gefunden Versuche in Breitbandtechnik
(größer 38,4 kBd) durchführen zu können.
Jetzt ist die Frequenz und Lizenz da,
nur von Versuchen in einer neuen Technik ist jetzt überhaupt nicht mehr
die Rede.
Statt dessen soll ein ganz normaler Einstieg betrieben werden.
Das ist der nächste Fall von Täuschung des Referates und meiner Person.
Thomas,Dl1EBQ war im Distrikt "R" Referent und kennt die Spielregel nach
denen Befürwortungen für automatische Stationen ausgesprochen werden.
Im Begleitschreiben "Befürwortung" steht ua..
es gelten die im Antrag aufgeführten Daten...
... bei Veränderungen entfällt die Befürwortung...
Ein weiterer Kommentar ist wohl überflüssig.
Auf der VHF/UHF/SHF Tagung am 25/26. März 95 in Bebra wurde mehrfach von
den 3 Sachbearbeitern für automatische Stationen (DJ6PI,DC9EL,DG1DS)
massiv Protest gegen die bis unter die Gürtellinie in den persönlichen
Bereich gehenden Anfeindungen ausgesprochen.
Die Tagung ist gerade 24 Stunden vorbei und das Spiel geht ungebremst
weiter nur weil das Ergebnis der Tagung einen Betreiber nicht passt.
In dem Zusammenhang möchte ich am liebsten nochmal den Abschiedstext
von Johannes,DG3RBU einspielen,
aber scheinbar haben den die Kampfhähne,er ist ja unangenehm,
schon gelöscht.
Dieser erneute Vorfall bestätigt auch wieder,das es nicht mehr um die Sache
geht,sondern nur noch um die Durchsetzung der eigenen Ziele.
Meine Motivation wird bestimmt nicht gesteigert wenn immer wieder
Probleme bearbeitet werden die sich als Seifenblase herraus stellen.
Von den Kosten (Telefon,Porto,Tagungen) will ich garnicht erst sprechen.
VY 73 Fritz DG1DS,Sachbearbeiter PR
Digi-Infos Wed, 31 Mar 1995 12:06:00
Subject: Re.: DB0ME
From: DF5DP
Newsgroup: ampr.bbs.digi
Distribution: DL
Message-ID: <293507DB0IZ@bbs.net>
Date: Wed, 31 Mar 1995 12:06:00
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X-Download: Fri, 1 Jun 1996 23:21:04
X-BBS-BID: 293507DB0IZ
X-RX-Program: FileSplit 22.5.96 960601
de DF5DP @ DB0IZ.#NRW.DEU.EU (Norbert)
to DIGI @ DL
Hallo Leute,
jetzt muß ich doch mal etwas zu der Referatstagung am 25./26.03.95 in Bebra
bezüglich DB0ME sagen:
Bekanntlich wollte DB0ME im ISM-Bereich des 70-cm-Bandes einen Broadcast-Sender
installieren. Andererseits möchte die ATV-Gruppe aus dem Nachbardistrikt G in
Zukunft in diesem Bereich Digitalfernsehen machen und erhob gegen das Vorhaben
von DB0ME (Distrikt R) Einspruch. Das war, kurz gesagt, der Grundgegensatz.
Wegen des ATV-Einspruchs wurde in Bebra der DB0ME-Antrag zunächst abgelehnt,
zumal es dazu einen AR-Beschluß gibt, der zumindest in Kollisiensfällen nach
Meinung des Referats keine andere Wahl ließ.
Als Sachbearbeiter Satellitentechnik im Referat begrüße ich einerseits, wenn
ATV in Zukunft weniger Bandbreite benötigt und die gegenwärtige Situation end-
lich verbessert wird, die durch praktisch ungebremste Störung des Satelliten-
funks durch (Breitband-)ATV auf 70 cm gekennzeichnet ist. Andererseits hat die
Gruppe um DB0ME erhebliche Verdienste um die Verbreitung von Packet Radio
mit hohen Baudraten und kann mit Recht als äußerst innovativ und förderungs-
würdig gelten. Es wäre deshalb sehr schade gewesen, wenn ihr Antrag einfach
abgelehnt worden wäre.
Eine Lösung dieses Konfliktes war nach Meinung der großen Mehrheit der Tagungs-
teilnehmer nur durch einen Kompromiß möglich. Nachdem sich mehrere Kompro-
mißvorschläge des Referats als nicht gangbar erwiesen, habe ich vorgeschlagen,
den Broadcastsender knapp unterhalb des Satellitenbereichs zu installieren.
So hätte die ATV-Gruppe darunter noch ihr Digitalfernsehen machen können.
Eine genaue Frequenz habe ich dabei bewußt nicht genannt, weil die von der
Bandbreite beider Sender und der Störsituation in Richtung Satellitenband,
die erst noch experimentell zu untersuchen war, abhängig wäre.
Die von DF3VI in seinem File angesprochene Problematik bezüglich des
Satellitenbandes war mir dabei voll bewußt (auch Mitarbeiter des Referats
kennen sich in ihrem Fachgebiet und physikalischen Zusammenhängen aus);
aber es gab auch Vorteile: aus den oben dargelegten Gründen ist die
Entwicklung von Digitalfernsehen für den Satellitenfunk eine positive
Entwicklung. Außerdem hätte DB0ME auf dieser Frequenz eine "Guard"-Funktion,
die verhindern würde, daß das Digitalfernsehen doch "etwas mehr" Bandbreite
hat und bis in den Satellitenbereich reicht. Ganz glücklich war ich bei
diesem Vorschlag natürlich nicht, aber das haben Kompromisse immer an sich.
Sicherheitshalber hatte ich die Solinger Gruppe vor der Tagung über diesen von
mir beabsichtigten Kompromißvorschlag informiert; ich habe aber keine Antwort
erhalten. Auch der Distriktreferent "R" sagte sehr wenig auf der Tagung. Ich
habe ihn deshalb abends darauf angesprochen. Er sagte mir sinngemäß, er wisse
nicht, wie er sich verhalten solle, weil er nicht genügend Informationen habe.
Auf mein Drängen hin hat er dann noch versucht, telefonisch mit dem Distrikt
in Kontakt zu treten, was aber auch nicht gelang.
Bedenken bestanden auf der ATV-Seite am Sonntag immer noch, weil man vorläufig
noch die Breitband-ATV-Eingabe für DB0KO benötigte, solange Digitalfernsehen
noch nicht zur Verfügung stand. Ich habe dann den Komromißverschlag modifiziert
um zusätzliches Timeshariung zwischen Broadcast und ATV, dessen Zeitschlitze
noch festzulegen wären, wobei auch aus Satellitensicht eine Schutz von Breit-
band-ATV gegenüber PR auf längere Sicht nicht hinzunehmen sei.
Nachdem die AGAF jahrelang als nicht kompromißfähig bekannt war, muß ich hier
fairerweise deutlich sagen, daß DJ1KF, der anwesende 2. Vorsitzende der AGAF
diesem Kompromiß schließlich auch zustimmte. So waren wir am Sonntag alle der
Meinung, daß der vorgeschlagene Kompromiß für alle Seiten halbwegs akzeptabel
war.
So war das in Bebra. Zu den anderen Punkten, die hier in der Diskussion ge-
nannt wurden, möchte ich nichts sagen, weil ich nicht involviert war und ich
auch die Tatsachen erst genau überprüfen und recherchieren müßte, ehe ich mir
darüber ein Urteil "anmaßen" würde.
Ich habe mich in diesem Text bemüht, den Sachverhalt möglichst sachlich
darzulegen. Ich möchte betonen, daß ich damit niemanden angreifen möchte und
daß ich wegen der langen Vorgeschichte auch für die Verständnis habe, die
im Moment etwas emotionsgeladen sind. Ich bin aber bei der Frage des
Kompromisses tangiert und mußte daher die Sache einmal aus meiner Sicht
schildern.
Abschließend möchte ich noch zwei ganz allgemeine Ratschläge geben, wie man
aus meiner Erfahrung im Referat Knackpunkte vermeiden kann:
- Wer ein, wie er meint, gutes und wichtiges Projekt hat, sollte sich schon im
Vorfeld der Beratung und möglichst auch auf der Tagung dafür einsetzen
und mit den anderen darüber reden, dieses vorstellen und seine Sache fun-
diert vertreten (lassen). Er wird immer wohlwollende Zuhörer finden. Wenn
ich nichts sage, muß ich mich nicht wundern, wenn mich keiner versteht.
- Bei der heutigen Frequenzknappheit gibt es um jedes neue Projekt eine
Epsilon-Umgebung, in der es andere Leute gibt, deren Interessen damit
kollidieren. Was der DARC (bzw. das Referat) auch macht, immer wird eine
der Gruppen schimpfen, er (bzw. es) handele unsinnig und sei an allen
Übeln schuld. Man ist Realist und erspart sich Frust, wenn man sich darauf
einstellt, daß es kaum 100%-ige Ideallösungen geben kann.
Noch etwas, was viele vielleicht nicht wissen: In Zweifelsfällen wird bei der
Referatstagung abgestimmt. Jeder Distriktsreferent hat eine Stimme; die Ange-
hörigen des Referates kaben kein Stimmrecht. Die einfache Mehrheit der Stimmen
AUS DEN DISTRIKTEN entscheidet.
Vy 73 de Norbert, DF5DP, Sachgebiet Satellitentechnik im VHF/UHF/SHF-Referat
und Arbeitsstab Satelliten und Raumfahrtprojekte
Digi-Infos Tue, 30 Mar 1995 22:09:00
Subject: DB0ME und anderes...
From: DF3VI
Newsgroup: ampr.bbs.digi
Distribution: DL
Message-ID: <2935DB0HOMJI@bbs.net>
Date: Tue, 30 Mar 1995 22:09:00
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X-Download: Fri, 1 Jun 1996 23:20:59
X-BBS-BID: 2935DB0HOMJI
X-RX-Program: FileSplit 22.5.96 960601
950328/2228z DB0AIS, 950328/2330z DB0HOM
From: DF3VI @ DB0HOM.#SAR.DEU.EU (Patrick)
To : DIGI @ DL
Die Entscheidungen der BUS-Tagung, so wie DL1EBQ und DG1DS
sie schildern, kommen auch mir etwas befremdlich vor,
insbesondere was das harte Zeitlimit für den 23cm-Zugang betrifft.
Es gibt viele PR-Einrichtungen, die bereits seit Jahren doch nur
auf dem Papier stehen. Das betrifft nicht nur ganze Digis wie
z.B. im Süden DB0HOR, DB0WAI oder im Norden DB0NER (gibt sicher noch mehr,
die schon ewig lizenziert aber nie in einer Nodes-Liste auftauchten),
sondern auch pikanterweise einige Linkstrecken bei DB0DOZ
(dem Eigengewächs des DARC-Linkkordinators DG1DS), für die zwar
seit Jahren eine Reihe der im Ballungsraum Ruhrgebiet sowieso äußerst
knappen 19 23cm-Linkkanäle reserviert werden, wo aber noch niemals
auch nur ein einziges QSO gelaufen ist (ganz einfach weil zumindest
einer der beiden Linkpartner auch über Jahre hinweg nicht QRV wurde).
Im Gegensatz zu DB0ME, wo man immerhin seit Anbeginn an der Spitze
der Highspeed-Entwicklung steht und sich immer wieder Mühe gibt,
noch höhere Übertragungsraten zu erreichen, handelt es sich bei den
oben genannten "Leichen" um ganz normale Standard-Installationen,
welche aus fertigen Bausätzen in wenigen Monaten aufgebaut sein könnten,
und die nun wirklich keiner jahrelangen Schonfrist bedürften.
Ganz im Gegensatz dazu der bei DB0ME geplante Highspeed-Zugang auf 23cm.
Daß eine solche Entwicklung, bei der sich auch GHZ-und Modem-Spezialisten
wie DF9IC und DH6IAL durchaus schwertun, nicht unbedingt exakt in
Jahresfrist abzuschließen ist, so viel müßte eigentlich auch den
betreffenden Personen im DARC-Referat klar sein. Es ist schon seltsam,
daß aber ausgerechnet im Bereich wirklich neuer Entwicklungen so wenig
Geduld und Fingergespitzengefühl vorhanden ist, wo doch bei vielen
anderen Fällen eine geradezu unendliche Geduld vorhanden ist...
Daß übrigens von DB0ME schon seit Jahren benutze Linkfrequenzen
vor einiger Zeit teilweise an räumlich sehr nah gelegenen Digipeatern
noch einmal vergeben wurden, was natürlich zu erheblichen Störungen
auf den Interlinks von DB0ME führte, trägt nun auch icht gerade dazu bei,
das Vertrauen der Betreiber von DB0ME in die Koordinierung zu verbessern.
Ebenso seltsam mutet die Entscheidung der BUS-Tagung an, eine
Broadcast-Frequenz direkt an den SAT-Bereich angrenzend vorzuschlagen.
Wenn wegen dem beschlossenen ATV-Vorrang (dessen Sinn ich hier
nicht anzweifeln will) keine QRG im ISM-Bereich möglich ist,
um so diesen Bereich "zurückzuerobern", wieso dann hart am SAT-Bereich?
Wenn DL1EBQ so ein Ansinnen zurückweist tut er damit ganz recht.
Denn wie eigentlich auch den DARC-Koordinatoren bekannt sein sollte,
hört ein FM-Signal nun mal nicht am Ende der definierten Bandbreite
auf zu existieren. Tatsächlich hat JEDES FM-Signal eine UNENDLICH breites
Spektrum. Was als "FM-Bandbreite" verkauft wird, ist tatsächlich eine
mathematische Definition des Bereiches, in dem 99% der Signalenergie
vorhanden sind. D.h. aber auch, daß das restliche 1% sich noch außerhalb
davon befindet (sog. "Rauschglocke"), und damit auch in den SAT-Bereich
hineingeht. Bei normalen FM-Betrieb ist dieses eine Prozent, das sich um den
eigentlichen Kanal herum verteilt, so wenig, daß es nicht weiter auffällt.
Ganz anders aber im SAT-Bereich, wo es nun mal nötig ist,
"das Gras wachsen zu hören", um die nur äußerst schwachen Signale
der Satelliten aufnehmen zu können. Dort würde die nun mal unvermeidliche
"FM-Rauschglocke" eines direkt benachbarten PR-Broadcast-Senders
sicher keine Freude hervorrufen. Wieso konnte die BUS-Tagung sich
z.B. nicht eine "Timesharing"-Lösung empfehlen? Nachts macht vermutlich
eh keiner ATV, aber Rechner können dann immer noch viel mitschreiben.
ISM-Anwendungen stört das natürlich genauso wenig wie ein Sender
am SAT-Bereich...
Beim 23cm-Zugang muß sich die Mannschaft um DL1EBQ aber auch fragen lassen,
ob sie wirklich alle technischen Möglichkeiten ausgeschöpft hat, um einen
Breitband-Einstieg auf 23cm aufzubauen. Hier scheint es, daß man sich
möglicherweise zu sehr auf EINE technische Möglichkeit beschränkt hat,
als man sich auf den LinkTRX 3 mit G3RUH-FSK-Modulation festlegte.
Auch DF9IC mußte vor nicht allzulanger Zeit feststellen, daß sich
Quarz-Transceiver mit mehr als 38400 Baud nicht mehr vernünftig
modulieren lassen. Grenzen im Ziehbereich des Quarzes sowie
Nichtlinearitäten der Kapazitätsdiode im Modulator setzten der
sauberen Übertragung hoher Datenraten recht bald Grenzen.
Auch andere Methoden (wie der Einsatz einer PLL zur Frequenz-
stabilisierung) haben so ihre bekannten Tücken...
Wenn man allerdings einmal etwas über die Grenzen hinausschaut,
sind auch andere Konzepte zur schnellen Datenübertragung zu entdecken.
Man muß dabei gar nicht in die fernen USA schweifen, wo bereits Geräte
für 56 kBd (allerdings nicht auf 23cm) entwickelt wurden, sondern viel näher
findet man in S5 (Slowenien) ein PR-Netz, das schon seit Jahren(!)
mit 19200 Baud auf 70cm und inzwischen auch mit 38400 Baud auf 23cm läuft.
Auch Benutzereinstiege mit 19200 Baud auf 70cm sind dort durchaus normal!
Allerdings benutzt man dort nicht die hier landläufig bevorzugte
FSK-Modulation nach G3RUH, sondern Breitband-FM mit manchester-codierten
Signalen. Diese Art der Signalübertragung hat zwar einen deutlich
höheren Bandbreitebedarf, wäre aber meiner Meinung nach trotzdem eine
überdenkenswerte Alternative für den Einstieg gewesen, zumal man
dort auch auf bewährte und erprobte Technik hätte zurückgreifen können.
Zumindest hätte man damit binnen eines Jahres einen Highspeed-Zugang
mit der vom DARC nun so ultimativ geforderten Breitbandtechnik aufbauen
können, bei dem auch mehr als nur "NULL" Benutzer möglich wären.
Denn was man in S5 kann, werden wir doch auch noch hinbekommen?
Zumal von dort sicher auch Platinen- und Bauvorschläge zu beziehen wären.
Ich denke, mit etwas mehr Flexibilität auf beiden Seiten
und vor allem Kompromißbereitschaft anstatt buchstäblichem Beharren auf
Antragsdaten (das wird ja sonst wo auch besser (flexibler) gehandhabt)
wäre dieser Ärger vermeidbar gewesen. Insbesondere mißfällt mir aber
daß man sich auf DARC-Seite wieder mehr als Quasi-Genehmigungsbehörde
zu verstehen scheint anstatt den experimentierwilligen Funkamateuren
gegenüber der Behörde beratend und unterstützend zur Seite zu stehen.
Das war zu Begin der Amtszeit von DG1DS und DG3RBU mal anders...
Das damals durch gute Arbeit geschaffen Vertrauen wird durch solche
Vorfälle wie um DB0ME vom Referat selber wieder demontiert.
/_/_/__/__/__/__/ vy 73 ***
/ / / /! / / / & * *
! 55 de Patrick, DF3VI @DB0HOM.#SAR.DEU.EU
! * *
DOK Q07 ! Loc. JN39PH ***
P.S.: Ich bitte vor allem DG1DS, von denen in letzter Zeit leider
häufiger zu beobachtenden, wenig konstruktiven Äußerungen im Tenor daß
er der Koordinator sei und andere also nichts verstehen Abstand zu nehmen.
Bei allem Streß, den DG1DS sicher hat, ist das trotzdem nicht hilfreich.
Möglicherweise wären aber mehrere, regional arbeitende, gleichberechtigte
Frequenzkoordinatoren streßmindernd?
Digi-Infos Fri, 2 Apr 1995 11:23:00
Subject: DB0ME/ATV/u.a
From: DL9GYA
Newsgroup: ampr.bbs.digi
Distribution: DL
Message-ID: <313502DB0HRO@bbs.net>
Date: Fri, 2 Apr 1995 11:23:00
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X-Download: Sat, 2 Jun 1996 2:16:04
X-BBS-BID: 313502DB0HRO
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950331/1026z DB0AIS, 950331/1029z DB0GV , 950331/1029z DB0SIF
950331/1035z DB0NHM, 950331/1056z DB0BAL, 950331/1017z DB0JES
950331/1019z DB0TEM, 950331/0947z DB0GWD, 950331/0745z DB0PCH
950331/0735z DB0HRO
de DL9GYA @ DB0HRO.#MVP.DEU.EU (Roland)
to DIGI @ DL
Hallo alle zusammen!
Die Reaktionen auf die Ergebnisse der V/U/S-Tagung vom 25/26 März sind für
alle sichtbar in dieser Rubrik.
Die Arbeit des Referats kann jeder kritisieren, den nötigen Sachverstand
muß allerdings auch jeder in seine Texte einfließen lassen.
Der Manschaft um DB0ME/DB0IZ zolle ich meinen Respekt für ihre Arbeit.
Sie haben mit dem FALCon viel neues an Hard- und Software geschaffen und
sind ganz offensichtlich noch nicht am Ende mit ihren guten Ideen.
Wie Thomas DL1EBQ in seiner Nachricht schreibt, fehlt einem Teil der Leser
das nötige Hintergrundwissen um die einzelnen Nachrichten richtig zu bewerten.
Gleichzeitig nutzt er aber die "Gunst der Stunde" um alle Probleme in eine
Topf zu werfen.
Unabhängig vom noch ausstehenden Protokoll der Tagung;
Alle Broadcastanträge bei denen keine Kollisionsgefahr mit andern Anwendungen
besteht sind im ISM-Bereich genehmigt worden.
Alle Anträge bei denen Einsprüche anderer AFU-Anwender vorlagen können ihre
Broadcastsender auf 430.0125 MHz betreiben; sobald das BAPT genickt hat.
Für das Kriesengebiet DB0KO/DB0ME hat Norbert DF5DP einen Vorschlag
unterbreitet, der dann die nötige Zustimmung erhalten hat.
DB0ME kann auf einer Frequenz an der Grenze zum SAT-Band senden (434.9xx MHz)
Damit werden die anstehenden Schmalbandversuche bei DB0KO minimal gestört.
Zwischen beiden Betreibergruppen wird ein Timesharing vereinbart.
Der BUS-Referent des Distiktes stimmt zu, der Vertreter der AGAF stimmt zu
und die Störungen der SAT-User scheinen auch erträglich zu sein.
Der "normale" 70cm-TX bei DB0KO ist nach Angaben vom Manfred DJ1KF außer
Betrieb.
Nach vielen Referatstagungen, in denen es immer wieder um Störfälle
70cm-ATV/PR/Satelliten geht, endlich ein Ergebniss mit dem offensichtlich
alle zufrienden sein können.
Aber das ist nicht der Fall. Thomas DL1EBQ wirft nun alle Probleme die es in
und um Solingen herum gibt auf einen Haufen.
Das Packet, das er damit gebastelt hat, könnte eigendlich mit ein wenig gutem
Willen wieder sortiert werden.
Zum Antrag ATV-Relais Solingen werden sicherlich der 'alte' und der 'neue'
Referent Auskunft geben können, diese haben doch unmittelbar nichts mit
den eigendlichen Problemen zu tun.
Wenn die Ergebnisse der Tagung die OMs in/um Solingen nicht zufrieden macht,
stellt sich mir die Frage, ob es nicht einfacher ist, die Probleme vor einer
Tagung mit allen Nachbarn zu besprechen.
Niemand darf erwarten, daß sich die Distriktsreferenten von DL zweimal im Jahr
zu einer Schiedskommission zusammen finden um die Problme zerstrittener
Betreibergruppen zu klären.
Es hat sich bewährt wenn Antragsteller in Problmefällen direkt auf einer
Tagung des Referats ihre Anträge vorstellen. Im Herbst wird es möglicherweise
noch eine Tagung geben, nutzt diese.
Einen Mitarbeiter des Referats haben die netten OMs in DL bereits davon
überzeugt, daß es in Deutschland offensichtlich nicht möglich ist normal
mit einander zu reden.
Hallo Johannes! meinen Gruß...
Wenn sich der Stil durchsetzt können wir einpacken. Denn dann wird sich
wohl niemand mehr finden, mit dem ihr weiter so umgehen könnt.
Nach zwei Arbeitstagen in Bebra und 14 Stunden Fahrt war ich fest davon
überzeugt, daß die Tagung etwas gebracht hat...
Versucht es doch einfach mal mit 'miteinander reden'
73! Roland dl9gya, BUS-Referent MVP
Digi-Infos Fri, 2 Apr 1995 14:05:00
Subject: Übertragungstechnik >38k4
From: DF9IC
Newsgroup: ampr.bbs.digi
Distribution: DL
Message-ID: <3135DB0RBS3D@bbs.net>
Date: Fri, 2 Apr 1995 14:05:00
X-Length: 3222 Bytes
X-Download: Sat, 2 Jun 1996 2:16:11
X-BBS-BID: 3135DB0RBS3D
X-RX-Program: FileSplit 22.5.96 960601
950331/1424z DB0AIS, 950331/1426z DB0HOM, 950331/1214z DB0RBS
From: DF9IC @ DB0GV.#HES.DEU.EU (Henning)
To : DIGI @ DL
Hallo Allerseits,
zwei Anmerkungen zur M÷glichkeit der Übertragungstechnik (spez. FSK-Verfahren
>38k4:
1. FSK a la G3RUH <> Manchester-FSK a la S5:
Kanalabstand G3RUH: ca. 2...2,5xDatenrate (38k4=80...100kHz)
Kanalabstand "S5": ca. 5...6xDatenrate (38k4=250kHz)
Grund: 1. Manchester-Kanalcodierung braucht doppelte Basisbandreite gegen-
ueber NRZ
2. schlechtere Tiefpass-Filterung bei der Implementation a la S5
Vorteil des S5-Verfahrens ist die einfachere Implementierbarkeit in PLL-
Transceivern wegen der Kanalcodierung.
Zur Realisierung waere noch zu bemerken, dass ein Transceiver a la S5 so
in DL nicht einsetzbar waere. Das verwendete PLL-Konzept fuehrt z.B. dazu,
dass bei jedem Einschalten des Senders fuer einige ms ausserhalb des Kanals
mit voller Leistung gesendet wird und damit breitbandig Stoerungen erzeugt
werden. Dies ist in Regionen schwacher Bandbelegung sicherlich moeglich, in
DL nicht. Natuerlich liesse sich so etwas mit einer anderen Implementation
vermeiden. (Quelle: Dokumentation zum 70-cm-Datenfunk-TRX aus S5)
2. Vewrfuegbarkeit eines 23-cm-Konzeptes >38k4:
das ist keine Frage der technischen Realisierbarkeit, sondern des Entwicklungs-
aufwands. Solange der Bedarf fuer eine solche Technik nur bei einer Einzel-
loesung (DB0ME) und ausserhalb DL (USA) besteht, sind bei mir die Prioritaeten
anders gesetzt (6cm 76k8, 23cm UserTRX). Ich habe dies auch in dieser Form
dem Thomas dargestellt (der dafuer volles Verstaendnis hatte) und bestaetigt,
dass ich keine Loesung (insbesondere fuer den User) innerhalb einer Zeit von
wenigen Monaten ab Anfrage anbieten kann. Laengerfristig bzw. bei anderen
Interessenschwerpunkten der PR-Gemeinde sieht da anders aus.
Modulation von Quarzoszillatoren: das ist KEINE Frage des Ziehbereichs oder
der Modulationslinearitaet, sondern der Nebenresonanzen von Quarzen. Hier
ist bei 38k4 in etwaa die Grenze, wobei mir auch ein erfolgreicher Versuch
mit 76k8 bekannt ist, ich saehe dies allerdings nur als Notloesung, da
Quarze mit spezifizierter Nebenresonanzfreiheit im ganzen Frequenzbereich
keine Standardbauteile sein koennen (Thema Nachbausicherheit).
WA4DSY(Grapes, 56/64k) ist natuerlich verfuegbar, auf 23cm per Transverter
anpassbar, aber wegen des verwendeten Konzeptes m.M. nach zu aufwendig fuer
einen Versuch im User-Bereich.
Insgesamt bedauere ich es sehr, dass es zu solchen Auseinandersetzungen
zwischen Fritz und Thomas gekommen ist, sind doch beide in ihrer Arbeit
fuer unser PR-Netzwerk sehr engagiert. Ich hoffe, dass sich auf direktem
Weg eine Loesung finden laesst (ich hatte den Eindruck, dass sich die
noetigen kHze noch kollisionsfrei finden lassen) und der Breitbandzugang
bei ME doch noch Realitaet werden kann.
73 Henning (Tippfehler sind Absicht, da online eingegeben)
Digi-Infos Wed, 12 May 1995 23:23:00
Subject: DB0ME-Info: BC,LINKS,23cm
From: DL1EBQ
Newsgroup: ampr.bbs.digi
Distribution: WEST
Message-ID: <105516DB0IZ@bbs.net>
Date: Wed, 12 May 1995 23:23:00
X-Length: 2971 Bytes
X-Download: Fri, 1 Jun 1996 23:14:28
X-BBS-BID: 105516DB0IZ
X-RX-Program: FileSplit 22.5.96 960601
de DL1EBQ @ DB0IZ.#NRW.DEU.EU (Thomas)
to DIGI @ WEST
Info DB0ME:
-----------
- Links ausser Betrieb
DB0QS: Der Transceiver ist zur Ueberpruefung bei der DB0QS-Gruppe,
die Sendeleistung war zu gering und instabil.
DB0END: Das PA-Modul ist leider ausgefallen.
Die Endstufe wird neu aufgebaut, zusammen mit der fuer DB0OPA.
DB0OPA: Der Digi (DB0ONA) ist noch nicht am neuen Standort in Betrieb.
- Broadcast
Der Antrag fuer einen PR-Broadcast auf 70cm fuer DB0ME wird nicht
weiter aufrechterhalten.
Gruende dafuer:
- Ein wesentlicher Grund fuer die Inbetriebnahme ist mit der
Kompromissloesung, dass wir auf 434.975 (434.9875) MHz senden muessten,
weggefallen, die Bandverteidigung.
- Stoerungen, zumindest im direkten Umkreis, des empfindlichen und durch
ATV genug belasteten Satelliten-Bandes waeren nicht zu
vermeiden.
- Die beantragte Uebertragungsgeschwindigkeit von 19200 Baud waere auf
dieser Frequenz nicht moeglich, wir muessten uns auf 9600 Baud
beschraenken.
Da wir bereits einen 19k2-Einstieg auf 70cm haben, waere es sicher
nicht einfach, User dazu zu bewegen, statt aktiv mit 19k2 dann passiv
mit 9k6 im BC-Verfahren die Mailboxen auszulesen.
- Inoffiziell wurde mitgeteilt, dass wir uns wahrscheinlich
auf eine Sendezeit von ca. 1 bis 6 Uhr morgens beschraenken muessten.
Detaillierte Informationan dazu konnte man uns auf Anfrage nicht
geben.
Es muesste auf D-ATV und auf Breitband-AM-ATV in Bezug auf unsere
Sendezeit Ruecksicht genommen werden.
Ein D-ATV-Einstieg bei DB0KO wurde bereits angekuendigt, sodass bei
einer geringeren Prioritaet fuer BC kaum noch Sendezeit uebrig
bliebe.
Wir sind aber auf Tests angewiesen, da die BC-Software erst in
der Entwicklung ist und ein Betrieb von 1 bis 6 Uhr morgens laesst
sich damit nicht vereinbaren.
Wir sind aufgrund der Beschraenkungen nicht in der Lage, die Software
angemessen testen zu koennen.
Die Akzeptanz des Systems waere gering und wir meinen, dass
es schwierig genug auch bei Vollzeitbetrieb waere, die User zum
passiven Mailboxbetrieb zu ueberreden.
Die Finanzierung des BC waere nicht aus der Spendenkasse gekommen und
ich bin unter diesen Umstaenden nicht bereit, die Kosten dafuer zu
tragen!
- 23cm-Einstieg
Der 23cm-Einstieg befindet sich zeitweise im Testbetrieb mit
unterschiedlichen Baudraten.
Zur Zeit werden verschiedene ZF-Filter probiert, ausserdem wurde noch
ein spezieller Sendequarz bestellt.
Es wird noch einige Wochen oder Monate dauern, bis verlaessliche
Angaben zur benoetigten User-Hardware gemacht werden koennen, ich
bitte um Geduld.
vy 73, Thomas, DL1EBQ
Digi-Infos Fri, 28 May 1995 21:16:00
Subject: DB0IZ-9, wieder empfindlicher
From: DL1EBQ
Newsgroup: ampr.bbs.digi
Distribution: DB0IZ
Message-ID: <265503DB0IZ@bbs.net>
Date: Fri, 28 May 1995 21:16:00
X-Length: 2412 Bytes
X-Download: Fri, 1 Jun 1996 22:16:10
X-BBS-BID: 265503DB0IZ
X-RX-Program: FileSplit 22.5.96 960601
de DL1EBQ @ DB0IZ.#NRW.DEU.EU (Thomas)
to DIGI @ DB0IZ.#NRW.DEU.EU
Hallo,
etwa seit letzten Sonntag war die Empfaengerempfindlichkeit von DB0IZ-9 auf
430.775 deutlich reduziert, vielen Dank nochmal an DL1EKC, der uns darueber
in Kenntnis gesetzt hat!
Der Vorverstaerker wurde durch die inzwischen in Betrieb genommenen
Buendelfunk-Sender zugestopft, die Empfindlichkeit dadurch um vielleicht
15 dB reduziert.
Die Aussendungen von DB0ME haben dann dem Empfang den Rest gegeben, zusammen
mit Buendelfunk konnte IZ-9 dann fast nichts mehr hoeren.
Die Weiche, die wir fuer DB0ME und DB0IZ-9 zum Betrieb an der selben Antenne
verwenden, haelt die Sender auf etwa 426 MHz offenbar nicht weit
genug fern.
Der Betrieb erfolgt erstmal ohne Vorverstaerker, solange, bis wir einen mit
Bipolar-Stufe einsetzen koennen, den uns DL5DAA freundlicherweise zur
Verfuegung stellen wird.
Der gleiche Typ wird schon laenger bei DB0ME eingesetzt und hat sich als
sehr uebersteuerungsfest erwiesen, die Rauschzahl ist nicht wesentlich
schlechter wie mit MOS-FET-Stufe.
Leider mussten wir heute eine Stunde lang warten, bevor ueberhaupt irgendwas
getestet werden konnte, da 2 Stationen die Digifrequenz nahezu pausenlos
mit Direktverkehr belegten, noch bevor der Hebel zum Abschalten umgelegt
wurde.
Wenn das in dem Umfang schon passiert, wenn wir vorher ausdruecklich darauf
hinweisen, zu dem Zeitpunkt Fehlersuche beim Digi-Empfaenger zu betreiben,
dann duerfte das zu 'normalen' Zeiten kaum weniger sein...
Bitte macht keinen Direktbetrieb auf den Einstiegsfrequenzen von
Simplex-Digipeatern!
Niemand hat etwas gegen Direkt-QSO's, die per Tastatur stattfinden, wenn
ansonsten der Digipeater auf der Frequenz genutzt wird, darueber wird
sich selbst ein Digi-Betreiber nicht aufregen koennen.
Aber 1-stuendige pausenlose Fileuebertragungen lassen einen dann doch an der
Vernunft der betreffenden Stationen zweifeln...
Um abschaetzen zu koennen, wie wichtig der Vorverstaerker bei DB0IZ-9 ist,
waere es erfreulich, von Stationen zu hoeren, die zur Zeit nicht oder nur
schwierig ueber den Einstieg arbeiten koennen, gegenueber der Zeit vor dem
letzten Wochenende.
Ich bitte um Mitteilung an mich oder DL6EE!
vy 73, Thomas, DL1EBQ
Digi-Infos Fri, 16 Mar 1996 21:09:00
Subject: DB0ME/IZ QRM, Info
From: DL1EBQ
Newsgroup: ampr.bbs.digi
Distribution: WEST
Message-ID: <163613DB0IZ@bbs.net>
Date: Fri, 16 Mar 1996 21:09:00
X-Length: 2196 Bytes
X-Download: Fri, 1 Jun 1996 22:05:26
X-BBS-BID: 163613DB0IZ
X-RX-Program: FileSplit 22.5.96 960601
de DL1EBQ @ DB0IZ.#NRW.DEU.EU (Thomas)
to DIGI @ WEST
Ich mach's mir wieder einfach und schicke den derzeitigen Aktuell-Text von
DB0ME los:
a
Hallo DB0ME/DB0IZ-Benutzer,
inzwischen sind beide Funkrufsender am QTH von DB0ME/DB0IZ in der Luft,
auf 448.475 und 448.425 MHz, entsprechend hoch ist der Stoerpegel
bei beiden Einstiegen.
Ich war heute beim Digi um 2 kostenlos vom Funkrufbetreiber zur Verfuegung
gestellte Bandsperrfilter auszuprobieren.
Die Sperrdaempfung auf 448 MHz betraegt laut Datenblatt jeweils ca. 25 dB,
die Durchlassdaempfung auf 438.100 jeweils ca. 1.5 dB.
Erst mit beiden Filtern in Serie geschaltet ist die Stoerung auf 438.100
weitgehend beseitigt, vorher war sie so stark, dass Nutzsignale unter
S9+20 ueberdeckt wurden.
Senden beide Funkruffrequenzen, wird die Empfindlichkeit aber weiterhin
durch 'Zurauschen' um ca. 2 dB vermindert.
Zuzueglich der 4 dB Filter-/Steckerverluste und etwa -6dB noch durch
Wegfall des Vorverstaerkers ergibt das leider bedenkliche Werte...
Auf 430.775 MHz wird die Empfindlichkeit um ca. 3 dB vermindert, ohne
Filter und bei Anwesenheit beider Funkrufsender gleichzeitig.
Da ein drittes Filter fehlte, muss es dabei erstmal bleiben.
Die Vorverstaerker wieder einzusetzen, hat keinen Sinn, bei DB0IZ-9
ist dann der Buendelfunk stark zu hoeren, die Filter bringen hier keine
Abhilfe, da auf 448 statt auf 426 MHz abgestimmt.
Und bei DB0ME stoert dann der Funkruf trotz 2 Filter in Serie
wieder zu stark.
Ich hoffe, dass die meisten Stationen trotz dieser unangenehmen Situation
DB0IZ-9 und DB0ME noch brauchbar erreichen koennen.
Eine weitere Verbesserung ist erst nach Einsetzen hochwertiger Topfkreis-
Filter in Sicht und das wird noch eine Weile brauchen.
Gegen Kleinzellen-Digis ist ja nichts einzuwenden, aber auf diese Weise
sollte das eigentlich nicht realisiert werden...
vy 73, DL1EBQ
=>Und schoenen Dank fuer die Geduld waehrend der Digi-Abschaltung, alle
Stationen haben sich daran gehalten, ihren Sender ebenfalls abzuschalten!