Hermann (Henk) Kabisch

Viel zu früh ist der Sysop von DBØWST/DLØWST, Hermann (v/o Henk) Kabisch (DJ8IM) verstorben. Unter seiner Regie ist auf dem Fernmeldeturm in Lohmar Birk ein für das Packet-Radio-Netz sehr wichtiger Knoten entstanden.

Wie auf diesem Bild zu sehen ist, war Henk immer ein recht fröhlicher Mensch, der seinen Freunden im Amateurfunk stets aufgeschlossen zur Seite stand.

In seiner Position im BMPT war er unter anderem für den Amateurfunk zuständig, dort hat er unsere Interessen an geeigneter Stelle einzubringen gewußt, eine Tatsache, die uns sicherlich einige Freiheiten beschert hat...

Die Betreuung des Digipeaters werden wir (Wolfgang, DG3KCR und Fred, DC6IQ) in seinem Sinne weiterführen.

Der Digipeater

Einstiege

Die Benutzerzugänge befinden sich auf den Kanälen PR61 (Duplex-Zugang 438.425 MHz Ausgabe/430.825 MHz Eingabe) mit 9600 Bit/Sekunde FSK nach G3RUH sowie RS38 (Duplex-Zugang 1298.950 MHz Ausgane/1270.950 MHz Eingabe) mit 19200 Bit/Sekunde Downlink und 9600 Bit/Sekunde Uplink. Auf dem 23cm-Zugang wird die Erzeugung des Echos durch Bitverdopplung in der Echo-Schaltung erreicht. So erhält man ein Echo-Signal, welches nach dem Descrambling auf dem Downlink beim User durch Halbieren des Empfangstaktes wieder mitgelesen werden kann.

Der Benutzerzugang für 70cm befindet sich auf Port1, der Zugang für 23cm befindet sich auf Port 12. Auf Port 11 ist ein Terminal angeschlossen, welches zur Wartung des Digis verwendet wird.

Die Linkstrecken im Einzelnen

Die Verbindung zu DBØDA (Feldberg/Taunus - JO40FF) ist wohl eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen des Packet-Netzes. Die Strecke läuft mit einem Selbstbau-TRX der RMPRG (Rhein-Main-Packet-Radio-Gruppe), der die Sendedaten direkt auf die modulierende Varicap des Senders gibt. Empfangen wird über einen Entscheider, der die Bits wieder herauspurzeln läßt. Die Strecke ist mit 9600 Bit/Sekunde im Vollduplexbetrieb an die konzeptionelle Grenze des TRX herangeführt, schneller geht es mit dieser Hardware nicht.

DBØAMU (Bergheim - JO30IW) ist ein Kurzstreckenlink mit einem LinkTRX I nach DF9IC an einer RMNC-3-Karte. Auch hier werden die Daten mit 9600 Bit/Sekunde geschleust, jedoch ist nur ein Semi-Duplex-Betrieb möglich.

Die Anbindung in die Niederlande und nach Belgien wird über DBØPRA (Eschweiler - JO30CT) sichergestellt, die Strecke dorthin ist durch ein originales G3RUH-Modem an einem LinkTRX I realisiert.

Der Link zum Digi DBØNWS (Morsbach - JO30UU) ist seit kurzem nach langer Ausfallzeit wieder in Betrieb, die dortige Instandsetzung nach schwerem Blitzschaden hat neben viel Geld auch viel Zeit und Geduld erfordert. Auch diese Strecke ist mit einem LinkTRX I gebaut worden, der TCM3105 wird auf 2400 Bit/Sekunde betreiben, soll aber demnächst nach Reaktivierung der anderen Links von DBØNWS-Links auf 9600 Bit/Sekunde umgerüstet werden.

Die Verbindung zu DBØME (Solingen - JO31ME) funktioniert zur Zeit aus frequenzökonomischen Gründen mit gemeinsamen Empfang in Solingen für DLØWST, DBØRWI und DBØEND. Der LinkTRX wurde jedoch zum Ausgleich für die Mehrfachbelegun auf 19200 Bit/Sekunde umgerüstet.

Ein weiterer Kurzstrecken-Link wurde zu DBØMKA (Hennef - JO30PR) gebaut, realisiert auf einem LinkTRX I mit 9600 Bit/Sekunde auf einem DF9IC-Modem mit RMNC-2.

Eine zweite Nord-Süd-Verbindung zu DBØQT (Gänsehals bei Mayen - JO30OJ) stellt eine Redundanz zur DLØWST/DBØDA-Verbindung her, falls diese Strecke bei der (leider häufig vorkommenden) Inversionswetterlage ausfällt. Diese Strecke ist mit einem RMNC-3 und einem LinkTRX I realisiert.

Noch ein Kurzstrecken-Link ist nach DBØNDK (Niederkassel - JO30MU) aufgebaut, auch dieser ist mit einem originalen DF9IC-Modem an RMNC-2 realisiert.

Auf diesen Bildern sieht man die ersten Co-Sysops von WST, die gerade eine neue Linkantenne begutachten.


Diese Seite wurde von Fred, DC6IQ am 11. August 1996 geschrieben und am 14. April 1997 an die neue Situation angepaßt.