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ADACOM - Fachverband für Amateur-Datenfunk
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Kurzübersicht zur Befehlsliste RPC Drucken
Geschrieben von Joachim Sonnabend   
03.10.2001

KURZDOKUMENTATION

zur

RPC Firmware XOS

Version

2.0

 
06.05.2001 DB6KH, DL3KHB

 

INHALT

1 VORWORT

2 INFOBOX

2.1 AX.25 SUBKOMMANDOS

2.1.1 ax25 mycall <call>

2.1.2 ax25 n2 <0..255>

2.1.3 ax25 parms

2.1.4 ax25 t1 <s>

2.1.5 ax25 t2 <0.1s>

2.1.6 ax25 t3 <10s>

2.1.7 ax25 unack

2.2 bank <bank>

2.3 ctext

2.4 flash <bank>

2.5 help [command], ? [command]

2.6 MASTER SUBKOMMANDOS

2.6.1 master add <call>

2.6.2 master delete <call>

2.6.3 master list

2.7 page <speed> <addr> <func> <text>

2.8 passwd [passwd]

2.9 SCC SUBKOMMANDOS

2.9.1 scc calibrate <bps>

2.9.2 scc parms

2.9.3 scc txhead <10ms>

2.9.4 scc txtail <10ms>

2.9.5 scc txinvert <on|off>

2.10 SCHEDULER SUBKOMMANDOS

2.10.1 scheduler lock <slots...>

2.10.2 scheduler unlock <slots>

2.10.3 scheduler queue

2.10.4 scheduler state

2.11 state

2.12 sysop

2.13 time

2.14 usage

2.15 write

3 BEDEUTUNG DER LEDs

4 TESTTASTER

5 KONFIGURATIONSHINWEISE

6 JUMPER

7 AENDERUNGEN DER HARDWARE

8 AENDERUNGEN DER SOFTWARE

9 INBETRIEBNAHME

10 PROBLEMBEHEBUNG

 

 

 

1 VORWORT

Nach einer langen Entwicklungszeit steht nun endlich die

RPC Firmware Version 2.0 zur Verfuegung. Gegenueber der

Version 1.0 bzw. 1.1 haben sich etliche Aenderungen und

Verbesserungen ergeben.

So ist die Version 2.0 nun nicht mehr in Assembler geschrieben

sonder komplett (bis auf ein sehr kleines Modul) in C. Es wurden

die kommerziellen C51 Entwicklungswerkzeuge der Firma KEIL

verwendet. An dieser Stelle moechte ich mich nochmal bei KEIL

fuer die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung des

C51-Leihpakets bedanken.

Als Umgebung diente eine Kombination aus sed, grep, awk, make

und vi. Das Debuggen wurde hauptsaechlich mit einem unter

Linux entwickelten Glue-Kit vorgenommen, mit dem es

moeglich ist die komplette Firmware unter Linux zu compilieren

und laufen zu lassen.

Versuche mit dem freien Compiler SDCC sind leider schon recht

frueh gescheitert, da der Compiler noch einige schwere Bugs

enthaelt. Zur Zeit sieht es aber schon recht gut aus, sodass

anzunehmen ist, dass in ein paar Monaten die Firmware auch

mit dem SDCC compiliert werden kann.

Die Dokumentation basiert zum groessten Teil auf zahlreichen

Dokumenten von Holger DB6KH, die ich leicht modifiziert und

erweitert habe. Wie es sich bei Dokumentationen gehoert ist

das Kapitel ueber die Inbetriebnahme fast ganz am Ende

angesiedelt. Das soll den Leser dazu animieren doch auch

den Rest der Dokumentation zu lesen :-).

Ich hoffe, dass die Firmware in Funktionalitaet

und Architektur den Wuenschen der User und Sysops genuegt.

Viel Spass beim Funkrufen wuenscht euch

Klaus, DL3KHB

Bedburg, 07.05.2001

 

2 INFOBOX

Seit der Firmware-Version 2.0 ist es nun auch moeglich den

RPC direkt via PR zu connecten. Aehnlich wie bei einem RMNC

gelangt man nach dem Connect in eine Infobox, in der

einige Kommandos ausgefuehrt werden koennen. Die meisten

Kommandos sind nur fuer den Sysop des RPCs interessant und

sind daher fuer normale User gesperrt.

Um die Kommandos uebersichlicher zu gestalten wurden sie zum

Teil in Kommando-Gruppen zusammengefasst. So sind z.B. unter dem

Kommando "ax25" die zugehoerigen Unter-Kommandos zu finden.

Nach der Eingabe von "help" oder "?" zeigt der RPC alle

verfuegbaren Kommandos bzw. Kommandogruppen an.

=> ?

Commands:

? ax25 bank ctext flash

help master page passwd quit

reset scc scheduler state sysop

time usage write

 

Damit ein Sysop nicht immer diese Dokumentation zur Hand

haben muss, wurde ein kleines Hilfesystem in die Firmware

integriert. Mit "help <command>"

BEISPIEL:

=> help page

kann man sich die Parameter anzeigen lassen, die das

Kommando <command> erwartet. Handelt es sich bei <command>

um eine Kommandogruppe, so werden alle Unter-Kommandos

angezeigt. Die Unter-Kommandos einer Kommando-Gruppe koennen

auch angezeigt werden, indem der Name der Kommandogruppe als

Befehl eingegeben wird.

BEISPIEL:

=> ax25

Um die Eingabe der Kommandos zu vereinfachen, koennen alle

Befehle soweit abgekuerzt werden soweit eine eindeutige

Unterscheidung zu anderen Befehlen gegeben ist.

BEISPIEL:

=> u

ist gleichbedeutend mit

=> usage

In den folgenden Sektionen werden alle Kommandos erlaeutert.

2.1 AX.25 SUBKOMMANDOS

Folgende AX.25-Unter-Kommandos stehen zur Verfuegung:

=> ax25

Subcommands:

mycall n2 parms t1 t2

t3 unack

Ausser der Anpassung des Rufzeichnes des RPC (ax25 mycall)

sollten keine Aenderungen der AX.25-Parameter notwendig sein.

Die voreingestellten Parameter sind fuer den RPC bereits

optimiert.

 

2.1.1 ax25 mycall <call>

Eingabe des Rufzeichen und SSID des Funkrufslaves bzw. RPC.

BEISPIEL:

=> ax25 mycall db0xo-7

 

2.1.2 ax25 n2 <0..255>

Eingabe des Parameters n2 (Anzahl der Wiederholungsversuche).

Dieser Parameter ist default-maessig auf 10 gesetzt und sollte

fuer alle Anwendugnsbereiche stimmen. Bei einer sehr schlechten

PR-Anbindung des RPC kann der Wert erhoeht werden.

BEISPIEL:

=> ax25 n2 20

 

2.1.3 ax25 parms

Gibt eine Auflistung der eingestellten AX.25 Parameter aus:

BEISPIEL:

=> ax25 parms

mycall n2 t1 t2 t3 unack

DB0BON-7 10 3s 0.3s 90s 7

Dabei haben die Parameter folgende Bedeutung:

mycall Rufzeichen des RPC

n2 Anzahl Wiederholungsversuche

t1 max. Wartezeit auf eine Bestaetigung

t2 Bestaetigungsverzoegerungszeit

t3 idle-Zeit, nach der ein link-check

durchgefuehrt wird.

unack max. Anzahl unbestaetigter Pakete

Eine genauere Beschreibung der Parameter ist in der

AX.25-Spezifikation zu finden.

 

2.1.4 ax25 t1 <s>

Eingabe des Parameters t1 (max Wartezeit auf Bestaetigung)

BEISPIEL:

=> ax25 t1 5

 

2.1.5 ax25 t2 <0.1s>

Eingabe des Parameters t2 (Bestaetigungsverzoegerung).

Achtung, dieser Wert muss in Zehntelsekunden eingegeben

werden!

BEISPIEL:

=> ax25 t2 6

Der Wert fuer t2 sollte nicht zu klein gewaehlt werden, da

es sonst zu einer Verminderung des Durchsatzes kommen kann.

Der voreingestellte Wert von 5 sollte moeglichst nicht

geaendert werden.

2.1.6 ax25 t3 <10s>

Eingabe des Parameters t3 (Idletimer).

Achtung, die Eingabe erfolgt ein 10s-Eiheiten!

BEISPIEL:

=> ax25 t3 9

Das bedeutet, dass t3 auf 90 Sekunden gesetzt wird!

 

2.1.7 ax25 unack

Eingabe des Parameters unack (max. Anzahl unbestaetigter

I-Frames).

BEISPIEL:

=> ax25 unack 7

Bei einer sehr schlechten PR-Anbindung sollte unack etwas

reduziert werden.

 

2.2 bank <bank>

Umschaltungung auf Speicherbank 0 oder 1 des Flash. Jede andere

Ziffer (z.B. 2) schaltet auf das EPROM um. Die Aktivierung der

ausgewaehlten Speicherbank wird durch den Befehl "reset"

abgeschlossen.

Es kann nur auf eine gueltige Firmware umgeschaltet werden. Anzeige

der aktiven Bank kann mit dem Befehl "state" erfolgen (s.u.).

2.3 ctext

Eingabe des Connect-Textes der Infobox. Es koennen Texte bis 255

Zeichen Laenge (incl. Zeilenumbruch) eingegeben werden. Die Eingabe

wird mit /EX (nur Grossuchstaben verwenden) beendet.

2.4 flash <bank>

Leitet einen Autobin-Upload einer neuen Firmware in die

Flash-Bank <bank> (0 oder 1) ein. Nach dem erfolgreichen

Upload der Firmware kann die entsprechende Flash-Bank mit dem

Kommando "bank" (s.o.) aktiviert werden.

 

2.5 help [command], ? [command]

Gibt eine kurze Hilfe zu dem Befehl [command] aus.

Ohne Angabe von [command] werden alle Befehle angezeigt.

BEISPIEL:

=> help page

 

2.6 MASTER SUBKOMMANDOS

Mit den master-Subkommandos koennen alle Funkruf-Master

relevanten Dinge konfiguriert werden. Momentan ist es nur

moeglich Master in die Master-Liste ein- uns auszutragen.

=> master

Subcommands:

add delete list

 

2.6.1 master add <call>

Fuegt das Rufzeichen <call> als zulaesigen Funkrufmaster ein.

Eingetragene Master werden bei einem Connect des RPCs anstelle mit

der Infobox mit dem Control-Port verbunden.

Es koennen maximal 8 Master in der Master-Tabelle eingetragen

werden.

BEISPIEL:

=> master add db0xo-12

Mit diesem Kommando wird db0xo-12 als gueltiger Master

registriert.

 

2.6.2 master delete <call>

Loescht den Master mit dem Rufzeichen <call> aus der Masterliste.

BEISPIEL:

=> master delete db0xo-12

 

2.6.3 master list

Zeigt die komplette Master-Liste an.

BEISPIEL:

=> master list

0: DB0XO-12

1:

2:

3:

4:

5:

6:

7:

 

2.7 page <speed> <addr> <func> <text>

Ermoeglicht (nur dem Sysop) die Aussendung eines Funkrufes direkt

aus der RPC-Karte. Der Funkruf wird auf der Karte ins POCSAG-Format

umgesetzt und im naehsten freigegebenen Slot ausgestrahlt.

BEISPIEL:

=> page 1200 11521 0 Ein test-Funkruf

 

2.8 passwd [passwd]

Setzt das Baycom-Passwort fuer den Sysop-Zugriff. Das Passwort muss

zwischen 10 und 80 Zeichen lang sein. Ohne Angabe eines Passwortes

wird ein eingegebenes Passwort geloescht. Alle schreibenden Befehle

sind nur im Sysop-Modus ausfuehrbar.

BEISPIEL:

=> passwd Das ist ein super geheimes Passwort

 

2.9 SCC SUBKOMMANDOS

Unter der Kommandogruppe SCC (serial communication controller) sind

alle Befehle verborgen, mit denen sich die TX-NF-Erzeugungseinheit

konfigurieren laesst.

=> scc

Subcommands:

calibrate parms txhead txtail txinvert

 

2.9.1 scc calibrate <bps>

Schaltet die Ausstrahlung einer POCSAG-Praeambel mit einer

Datenrate von <bps> bps ein. <bps> darf im Bereich von 1 bis

2400 liegen.

Nach einer Sendezeit von einer Minute wird die PTT fuer eine

Sekunde abgeschaltet, um den hardware PTT-Watchdog zurueckzusetzen.

BEISPIEL:

=> scc calibrate 1200

Erzeugt eine Praeambel mit einer Datenrate von 1200bps. Die

Praeambel kann nur duch

=> scc calibrate 0

wieder abgeschaltet werden.

 

2.9.2 scc parms

Listet die eingestellten SCC-Parameter auf:

BEISPIEL:

=> scc parms

txhead txtail txinvert

10ms 10ms off

Dabei haben die Werte folgende Bedeutung:

txhead Wartezeit nach Tasten der PTT bis Daten

gesendet werden. Dieser Parameter wird

auch als txdelay bezeichnet.

txtail Zeit, die die PTT nach der Aussendung aller

Daten noch getastet bleibt.

txinvert TX-NF-Invertierung

2.9.3 scc txhead <10ms>

Setzt die Zeit, die nach dem hoch-Tasten des Senders verstreicht

bevor Daten gesendet werden. Der angegebene Wert wird in

10ms-Schritten angegeben.

BEISPIEL:

=> scc txhead 1

Setzt ein head-Zeit von 10ms.

2.9.4 scc txtail <10ms>

Setzt die Zeit, die die PTT nach der Aussendung aller Daten

noch getastet bleibt. Wie bei "scc txhead" erfolgt die Eingabe

in 10ms-Schritten

BEISPIEL:

=> scc txtail 2

Setzt eine teil-Zeil von 20ms.

2.9.5 scc txinvert <on|off>

Mit diesem Befehl kann die Shiftlage des Modulationssignal

invertiert werden. 0 und 1 sind beim POCSAG-Verfahren in der

Frequenzlage eindeutig definiert (0 = f + Hub, 1 = f - Hub).

Bei verschiedenen Sendern kann es notwendig sein die Modulation

zu invertieren.

BEISPIEL:

=> scc txinvert on

 

2.10 SCHEDULER SUBKOMMANDOS

Der Scheduler ist das zentrale Steuermodul der Firmware. Dort

wird entschieden wann welche Funkrufe ausgesendet werden. Zur

Konfiguration des Schedulers stehen folgende Kommandos

zur Verfuegung:

=> scheduler

Subcommands:

lock state queue unlock

2.10.1 scheduler lock <slots...>

Sperrt die Slots <slots> fuer die Ausstrahlung von Funkrufen.

Dieser Befehl dient nur zu Testzwecken, ein Reset loescht alle

Eintragungen. Im Normalbetrieb steuert der Master die Slotbelegung.

Die Slots muessen alle hintereinander in hexadezimaler Form

eingegeben werden. Es existieren 16 Slots (0, 1, 2, 3, 4, 5, 6,

7, 8, 9, a, b, c, d, e, f).

BEISPIEL:

=> scheduler lock 01ad

Verbietet das Aussenden von Funkrufen in den Slots 0, 1, 10 (a)

und 13 (d).

2.10.2 scheduler unlock <slots>

Gibt Slots fuer die Ausstrahlung von Funkrufen frei.

Die Eingabe erfolgt Analog zu "scheduler lock" (s.o.).

BEISPIEL:

=> scheduler unlock 012345

Gibt die Slots 0 bis 5 zur Aussendung von Funkrufen frei.

2.10.3 scheduler queue

Zeigt die Funkrufe in der Queue des Schedulers an.

BEISPIEL:

=> scheduler queue

512 1200 2400 total room

0 0 0 0 200

Keine Rufe in der Warteschlange, Noch Platz fuer 200 Rufe.

BEISPIEL:

=> scheduler queue

512 1200 2400 total room

1 4 1 6 194

1 Ruf mit 512, 4 Rufe mit 1200, 1 Ruf mit 2400 bps,

insgesamt 6 Rufe in der Warteschlange. Noch Platz fuer 194 Rufe.

 

2.10.4 scheduler state

Zeigt an welche Slots zum Aussenden der Funkrufe freigeben sind.

Der Pfeil zeigt in welchem Slot sich der Scheduler gerade befindet.

BEISPIEL:

=> scheduler state

slot state

0 off

1 off

2 off

3 on

4 on

5 on

6 off

7 on

8 off

9 off

10 off

11 off

> 12 off

13 off

14 off

15 off

Wenn fuer einen Slot Funkrufe zum Aussenden aufbereitet wurden,

wird das durch ein + oder * hinter der slot-Nummer angezeigt.

 

2.11 state

Zeigt einige Zustaende der RPC-Karte an, wie z.B. den freien

Speicherplatz im RAM, die Zustaende der LEDs sowie den Status

der Flashbaenke und die Version der gespeicherten Firmware.

BEISPIEL:

=> state

free memory: 58319 bytes

malloc faults: 0

ax25 sockets: 3

ptt dcd con act

off off on off

bank state start-cnt version

0* on 1 2.0.0

1 off 0 0.0.0

Wird die Firmware aus dem EPROM betrieben wird zusaetzlich

die Flash-Kennung noch angezeigt (nur zu Diagnosezwecken).

 

2.12 sysop

Leitet den Sysop-Modus ein. Es wird das BayCom-Passwortverfahren

verwendet. Die Karte schickt 5 Zahlen zurueck die den Positionen

innerhalb des Passwort-Strings (siehe Kommando "passwd") entsprechen.

Als Antwort muss ein String geschickt werden, bei dem an beliebiger

Stelle die 5 Zeichen in der angegebenen Reihenfolge enthalten sein

muessen. Wenn kein Passwort gesetzt ist erfolgt keine Passwortabfrage!

BEISPIEL:

=> sysop

DB0XO-7> 3 17 5 23 2

 

2.13 time

Zeigt die internen Timer an:

BEISPIEL:

=> time

stime cyclus slot elapsed

47689 46 9 0.9

Wobei die Werte folgende Bedeutung haben:

stime Systemzeit des RPC. Dabei handelt es sich um die

untersten 16 Bits der Anzahl der Zehntelsekunden

seit dem 1.1.1970 0:00 UTC.

cyclus Anzahl der slot-Durchgaenge in den letzten 110 Minuten.

slot Aktueller Slot

elapsed Slot-Zeit, die bereits verstrichen ist.

 

2.14 usage

Zeigt an wer mit der RPC-Karte connected ist.

Bei Infobox werden die "normalen" User angezeigt.

Bei scp werden die verbundenen Master angezeigt.

BEISPIEL:

=> usage

infobox:

DB6KH

scp:

DB0XO-12

 

2.15 write

Schreibt alle Einstellungen (mycall, etc.) in das EEPROM.

BEISPIEL:

=> write

 

 

3 BEDEUTUNG DER LEDs

Regulaerer Betrieb:

PTT PTT-Anzeige

DCD RX-Anzeige fuer RX-Pfad (Papagei)

CON 1Hz-Blinken: Die Karte kann Verbindungen annehmen

Dauerleuchten: Ein Master ist connected

ACT Leuchtet bei Aktivitaeten auf der seriellen Schnittstelle

kurz auf.

In der Startphase:

Beim Starten der Firmware nach einem Reset leuchten CON (Bank 1)

oder ACT (Bank 0) ca. 10-15 Sekunden wenn aus dem Flash gestartet wird.

Bei korrekter Pruefsumme blinken danach ACT, CON und DCD 5mal,

danach beginnt der regulaere Betrieb.

Bei Fehler in der Pruefsummenbildung blinkt die LED der entsprechenden

Flash-Bank invertiert zu den beiden anderen.

 

 

4 TESTTASTER

Den Taster halten, dann einschalten und vor Ende des Blinkens der

LEDs den Taster loslassen bewirkt zwangsweise den Start der Firmware

aus dem EPROM.

Erst Einschalten dann Taster druecken und bis zum Ende des Blinkens

halten laedt Defaultkonfiguration. Die Werte im EEPROM werden jedoch

noch nicht ueberschrieben.

Nach dem Laden der defaul-Konfiguration ist der RPC unter dem

Rufzeichen RPC connectbar!

Das Ausloesen von Testrufen im regulaeren Betrieb ist fuer eine

nachfolgende Firmware-Version vorgesehen.

 

5 KONFIGURATIONSHINWEISE

Die Karte kommuniziert mit dem angeschlossenen Digipeater oder

einem Terminal mit 19200bps 8n1. Die Protokolle KISS, FlexCRC und SMACK

werden unterstuetzt und automatisch erkannt.

Es wird empfohlen FlexCRC oder Smack zu verwenden, da somit, speziell

beim AutoBIN-Upload, eine gesicherte Datenuebertragung gewaehrleistet

werden kann.

Beispiel einer Parametrierung bei einem FlexNet-Digipeater:

=> L 7 DB0BON-7

=> Mode 7 19200cd

Die Karte meldet sich im Urzustand (Defaultwerte) mit dem Call RPC.

Es ist auch kein Master eingetragen. Diese Eintragen muessen zwingend

vorgnommen werden.

=> ax25 mycall <call>

=> master add <call>

Optional sollte auch ein Ctext eingegeben werden.

Ebenso kann es erforderlich sein das TX-Delay sowie die Invertierung

oder weitere AX25 Parameter auf den verwendeten Sender anzupassen

(Siehe AX.25 Subkommandos).

Die Daten werden auf der Karte durch ein Besselfilter 6. Ordnung fuer

den Sender aufbereitet. Das Filter ist fuer eine Uebertragungsrate

von 2400 bps ausgelegt, wodurch die Bandbreite des Sendesignals

geringfuegig breiter wird als bei einer Optimierung auf 1200 bps.

Durch Reduzierung des Hubs von +/- 4.0 KHz auf ca. +/- 3.5 KHz wird

aber erreicht, dass bei +/- 12.5 KHz die Amplitudenabsenkung -60 dB

erreicht wird.

Eine Verringerung des Hubs unter +/- 3 KHz ist nicht zu empfehlen da

sonst die Anforderungen an die Frequenzkonstanz, insbesondere der

Empfaenger, zu hoch werden.

 

 

6 JUMPER

Als Erstes muss der Reset Jumper gesetzt werden, mit X5 wird so die

Resetquelle ausgewaehlt.

Bei Anbindung der Karte ueber die RS-232 Schnittstelle ist der Jumper

auf internen Reset INT zu setzen.

Bei Anbindung der Karte ueber Flachbandkabel ist der Jumper bei

Verwendung einer RMNC-II Karte auf RMNC oder bei RMNC-III Karte auf

HS zu setzen. Bei der RMNC-III Karte liegt neben der Reset-Leitung

auch die Versorgungsspannung am Flachbandkabel an, dann koennte

prinzipiell die Messerleiste entfallen.

Die Einkopplung der Modulation kann DC-gekoppelt (Jumper X10 gesetzt)

oder entkoppelt erfolgen. Wenn es der verwendete Sender erlaubt ist

eine DC-Kopplung stets vorzuziehen. Die Mittelspannung von ungefaehr

2,5 Volt wird um den Betrag der Modulation erhoeht oder verringert.

Da die Einstellung der Mittelspannung durch Festwiderstaende geschieht

entspricht die unmodulierte Aussendung, in Abhaengigkeit der

eingestzten Operationsverstaerker, nicht genau der Mittenfrequenz.

Der Abgleich des Sender muss dann mit aufgebrachter Modulation

erfolgen. Die Auswahl eines geeigneten Festwiderstandes am

Spannungsteiler R9/R10 oder Einfuegung eines geeigneten Trimmers kann

hier Abhilfe schaffen.

Bei entkoppelter Einspeisung ist die Modulation symmetrisch zur

Mittenfrequenz. Bei laengeren Bitfolgen gleicher Polaritaet strebt

die Auslenkung stets gegen Mittenfrequenz zurueck, sodass sich das

Sendesignal dadurch etwas verschmiert. In Abhaengigkeit der

Eingangsimpedanz des verwendeten Senders kann daher ein Koppelkondesator

mit hoeherer Kapazitaet erforderlich sein.

PLL-Geraete einfacher Bauart sind grundsaetzlich ungeeignet da die

Regelschleife die niedrigen Modulationsfrequenzen des POCSAG-Verfahrens

ausregelt. Die Verlangsamung der Regelzeitkonstante kann diese Verhalten

etwas kompensieren, fuehrt aber bei den vielen Geraeten zu anderen

unerwuenschten Nebeneffekten.

Eine Zweipunktmodulation, wie sie z.B. beim T7F angewandt wird, bringt

zufriedenstellende Ergebnisse.

Schnelle PLL-Schaltungen mit SO42P, bei denen der Referenzquarz

moduliert wird, sind hingegen sehr gut geeignet.

Der Jumper auf X2 hat, im Gegensatz zur alten Firmware RPC1.0 keine

Bedeutung mehr. Die Invertierung der Modulation wird ab RPC2.0 per

Softwarebefehl eingestellt.

 

 

7 AENDERUNGEN DER HARDWARE

Mit der Firmware-Version 1.0 war es nicht unbedingt erforderlich

EEPROM und Flash-RAM sowie beide RAMs zu bestuecken. Ab der

Version 2.0 muessen alle Bauteile, mit Ausnahme des MAX232 bei

Anbindung an einen RMNC, bestueckt sein.

Ebenso ist es zwingend erforderlich das Widerstands-Array RN1 zu

bestuecken.

Die Kapazitaet des Koppelkondensators C20 kann unter Umstaenden

nicht ausreichend sein. Eine Erhoehung des Wertes ist daher zu

empfehlen.

 

 

8 AENDERUNGEN DER SOFTWARE

Zur Anbindung der RPC-Karte ab Version 2.0 ist im Server ein Austausch

des RPD-Daemon notwendig da fuer die umfangreichen, neuen Funktionen

das Kommunikationsprotokoll zwischen RPC (Slave) und Master erheblich

geaendert wurde.

 

 

9 INBETRIEBNAHME

Nach dem Brennen eines EPROMs mit dem Binary der Firmware Version

2.0 und dem Aufstecken auf den RPC sollten auf jeden Fall zunaechst

die default-Parameter geladen werden und das Starten der Firmware

aus dem EPROM erzwungen werden.

Das geschieht, indem der Test-Taster beim Einschalten des RPCs

gedrueckt wird und solange gedrueckt bleibt, bis die CON-LED alleine

mit ca. 1Hz blinkt.

Nach dieser Prozedur kann der RPC unter dem Rufzeichen "RPC" connected

werden.

Falls noch nicht geschehen, sollte der RPC ueber ein Modem-Kabel an

einen Digipeater angeschlossen werden. Die Parameter fuer

die serielle Schnittstelle sind folgende:

19200 baud

8 Datenbits

1 Stopbit

keine Paritaet

Um den RPC nun zu konfigurieren muss in den Sysop-Modus geschaltet

werden. Da durch das Laden der default-Werte nun auch kein Passwort

gesetzt ist, kann durch Eingabe von

=> sysop

in den Sysop-Modus geschaltet werden. Nun koennen alle notwendigen

Parameter eingestellt werden. In den meisten Faellen reicht das

setzten des Sysop-Passworts, des MyCalls, des (oder der)

Funkruf-Master(s) und des C-textes.

=> passwd ein supertolles Passwort

=> ax25 mycall db0xo-7

=> ctext

...

/EX

Manchmal ist es auch notwendig den verwendeten 70cm-Sender speziell

anzupassen. Dabei sind vorallem das tx-Delay (txhead) und die

NF-Invertierung zu beachten:

=> scc txhead 2

=> scc txinvert on

Am Ende darf nicht vergessen werden alle Einstellungen in das

EEPROM zu schreiben. Das erfolgt mit:

=> write

Nun ist der RPC konfiguriert und kann mit

=> reset

neu gestartet werden. Nun ist jedoch darauf zu achten, dass beim

Neustart nicht der Test-Taster gedrueckt wird (ich denke das ist

klar, denn sonst wuerden wiederum die default-Parameter geladen).

Nun kann der RPC unter dem eingestellten Rufzeichen connected

werden.

10 PROBLEMBEHEBUNG

Bei Problemen moechte ich euch bitten zunaecht diese Kurzanleitung

gruendlich durchzulesen. Sicherlich ist nicht alles perfekt erklaert

(wer lust hat ein ausfuehrliches Handbuch zu schreiben, kann sich

gerne bei mir unter dl3khb@db0xo melden), doch sollte es mit diesem

Dokument moeglich sein einen RPC zum Laufen zu bewegen.

Erst wenn ihr nicht mehr weiter wisst, solltet ihr eine Mail an

Andreas DG1KWA, Holger Db6KH oder (mich) Klaus DL3KHB schreiben.

 

Viel Spass beim Funkrufen wuenschen euch

Holger

Klaus

 

Letzte Aktualisierung ( 29.10.2005 )
 
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